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KILIANS - They Are Calling Your Name

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Artist KILIANS
Title They Are Calling Your Name
Homepage KILIANS
Label VERTIGO
Leserbewertung
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8.0/10 (9 Bewertungen)

Thees Uhlmann (TOMTE) war so begeistert, dass er die KILIANS vor drei Jahren mit auf Tour und das Management übernahm, Pete Doherty von den BABYSHAMBELS soll sie Anfang des vergangenen Jahres ausdrücklich als Support verlangt haben und mit Björn Dixgard (MANDO DIAO) waren die Fünf auch schon unterwegs. Es läuft also gut für die Jungs aus Dinslaken, die seit 2005 gemeinsame Sache machen und zwei Jahre später mit ihrem Debüt „Kill The Kilians“ bis auf Platz 75 der Charts vorstoßen konnten.

Offensichtlich hat niemand den Albumtitel in die Tat umgesetzt, so dass die Herrschaften unbeschadet den Nachfolger „They Are Calling Your Name“ in die Plattenläden bringen können. So starten sie ihre neue Langrille sie mit einer Hommage an ihre alte Heimat Dinslaken, die passender Weise auf den Namen „Hometown“ hört. Die KILIANS machen immer noch mitreißenden Indie-Garagenrock mit britischen Einflüssen, der ein bisschen erwachsener geworden ist, ohne dabei seinen jugendlichen Leichtsinn verloren zu haben. Dafür steht auch die erste Singleauskopplung „Said & Done“, mit dem sich die Jungspunde von einer etwas nachdenklicheren Seite zeigen. Fetten Rock’N’Roll, der umgehend in die Beine geht, hauen sie natürlich immer noch raus, vgl. „Legally Fly“ oder „You Should Be Thinking of Me“. Dazwischen greift Sänger Simon den Hartong aber immer öfter zur Akustikgitarre, etwa beim emotionalen „Used To Pretend” oder dem verträumten „She’s So Tired”. Außerdem ist deutlich zu merken, dass die Band durch das unermüdliche Spielen ihre Instrumente noch besser beherrscht. Dominic und Arne bearbeiten ihre Langäxte noch filigraner und werden von der Rhythmusgruppe bestehend aus Gordian am Bass und Michael hinter der Schießbude hervorragend unterstützt. Da verwundert es nicht, dass Tracks wie „Who Will Win“ und „Innocence“ (im Rough Mix) ebenso treibend daherkommen wie das abschließende „12 Boxes“, welches zunächst ruhig startet, um dann noch einmal richtig Fahrt aufzunehmen.

Den „schwierigen“ zweiten Longplayer haben die KILIANS bravourös abgeliefert. „They Are Calling Your Name“ könnte die verwunderte Feststellung eines KILIANS-Members gewesen sein, der noch nicht ganz verarbeitet hat, dass Fans verzückt nach der Band und ihren Mitgliedern rufen. Inzwischen dürfte sich das Quintett an derlei allerdings gewöhnt haben. Wenn nicht, wird’s Zeit, würde mich wundern, wenn es auf der kommenden Tour nicht zu ähnlichen Situationen käme…

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