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KILLSWITCH ENGAGE - The End of Heartache

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Artist KILLSWITCH ENGAGE
Title The End of Heartache
Label ROADRUNNER RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Mit reichlich Vorschlusslorbeeren gehen KILLSWITCH ENGAGE aus New England, MA. Mit ihrem zweiten Album für Roadrunner (dem dritten insgesamt) an den Start. War schon der Vorgänger „Alive or just breathing“ nicht von schlechten Eltern erreicht man durch den neuen Schreihals Howard Jones ebenso neue Dimensionen der Dynamik. Ältere Zeitgenossen – wie ich – werden den Namen noch mit der berühmt berüchtigten 80er Single „What is Love“ verbinden, damit hat Howie aber nun auch gar nichts zu tun, wenngleich man ihm durchaus eine gefühlige Seite zugestehen muss. Zusätzlich hat er aus seiner „anderen“ Band BLOOD HAS BEEN SHED noch Drummer Justin Foley mit ins Bandgefüge integriert. Mit „The End of Heartache“ liegen das erste mal eigens auf ihn zugeschnittene Songs auf dem Plattenteller.

Und was für eine hochexplosive Mischung das ist! Viel wurde bereits fabuliert von einer neuartigen Mixtur aus Hardcore und Metal, Emo und Aggressivität, sicher ist das meiste davon richtig. Und doch will ich es etwas anders angehen und einen auf den ersten Blick unwirklichen Vergleich zu einer anderen Labelcombo aufstellen. FEAR FACTORY kreierten in den 90ern etwas neues, indem sie Death Metal Shouts mit klinisch cleanen Refrain Vocals kombinierten. Und KE transportieren diese Mischung in einen anderen Kontext: Zumeist aggressives Hardcore Gebell in den Strophen wird von fast sehnsüchtigen, hypermelodisch langgezogenen Refrains konterkariert. Dazu feuert die Gitarrenfraktion abwechslungsreichste Parts noch und nöcher aus dem Äther, zumeist klassisch beeinflusst. Ein Stück wie „Rose of Sharyn“ (die Promo Single) beginnt mit typischen Göteborg-Riffs, bevor „Lou Koller“ alles niederbrüllt. Etwas ähnlich klingen auch Kapellen wie CALIBAN oder HEAVEN SHALL BURN, denen aber ein wenig die emotionalen Schwerpunkte abgehen. Neben traditionellen fett drückenden Rhythmen hat man auch Speediges („Declaration“) oder Balladeskes im Gepäck wie teilweise beim Rausschmeißer „Hope is…“. Aber keine Angst, richtig „weich“ wird es nie.

Fazit: Ein unglaublich abwechslungsreiches Album zwischen Tradition und Moderne und damit für Kutten wie Baggy Pants-Träger gleichermaßen geeignet. Dieser integrative Brückenschlag kann gar nicht hoch genug bewertet werden und ich frage mich, ob die Amis das je wieder toppen können. Bis dahin kann man Moshen, Pogen UND Fühlen!

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