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KILLWHITNEYDEAD - Nothing more, nothing less

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Artist KILLWHITNEYDEAD
Title Nothing more, nothing less
Homepage KILLWHITNEYDEAD
Label TRIBUNAL/ SWELL CREEK
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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„No more running… I aim to misbehave“.

Kann eine Platte wirklich schlecht sein, die alle Nase lang „Firefly“/ “Serenity“-Samples einstreut? Ich denke nicht, Tim! Und eigentlich sind es zwei Platten, die hier zu begutachten sind, denn das oben genannte Sample stammt von der „Hell to pay“, die quasi der „Rest“ der „Nothing more nothing less“ CD ist. Diese CD gibt es aber nur im E-Store des Labels oder auf den Konzerten der Band, ist aber genau so empfehlenswert, wie das eigentliche Release. „Nothing more, nothing less“ ist in den USA schon vor einigen Monaten erschienen und findet jetzt via Swell Creek seinen offiziellen Weg nach Deutschland.

KILLWHITNEYDEAD aus North Carolina sind wirklich eine kuriose Band, die keine 20 Sekunden verstreichen lassen, ohne irgendein geniales Sample in einen Song einzubinden. Diese kommen hauptsächlich aus dem Horror-Bereich, aber eben auch geniale Serien wie „Deadwood“, „Family Guy“ oder „Rome“ werden neben Filmen wie „Closer“ oder „Anchorman“ gesampled. Das ganze könnte man sich als „Death Metal pimpert Hardcore“-Version eines Tarantino Soundtracks vorstellen (bloß mit noch mehr Samples). Es befassen sich tatsächlich schon eigene Wikipedia Einträge mit der vielseitigen Herkunft der Filmzitate. Und mit Songtiteln wie: “Time to Teach Her a Lesson Called “Replaceable”, “Only Two Things Wrong With That Plan a) No Smokey b) No Bandit” oder “Donde Esta La Biblioteca… Perdon, La Discoteque” kann man auch nicht viel verkehrt machen. Das ergibt ein Hörbuch der etwas anderen Art. Zwischendurch wird geröchelt, was das Zeug hält, ganz selten verirrt sich ein cleaner Gesangspart in das akustische Inferno. Trotzdem gibt es genug Passagen, die den „Wardance“ in den eigenen vier Wänden zu einem reinen Vergnügen machen: „You’re just another piece of shit! You’re just a worthless son of a bitch!“ gehört da noch zu den freundlicheren Refrains… Und natürlich darf man nicht vergessen zu erwähnen, dass das Ganze auch auf hohem Niveau gespielt ist und so gut wie nie in stumpfes Gemetzel ausartet. Im Gegenteil: Eigentlich fühlen sich die Krawallbrüder mehr im Mid-Tempo zuhause und grooven wie die Hölle. Zum Abschluss wird dann auch noch “Tainted Love” von SOFT CELL durch den Deathcore Wolf gedreht. Beendet wird der ganze Spaß aber letztendlich mit einem grandiosen Monolog aus „Batman Begins“. Super! Natürlich alles reine Geschmackssache, aber ich finde diese Band wirklich mehr als erfrischend.

Mit dieser Mischung haben KILLWHITNEYDEAD, die eigentlich nur als Studioprojekt starteten und mittlerweile als eine der heißesten Live-Acts der Staaten gehandelt werden, einen ureigenen Stil, der es möglich macht, diese Band sofort aus dem Metalcore Einerlei heraus zu filtern. Unbedingt mal reinhören, auch wenn man den ganzen Abend nur damit verbringt, zu rätseln, aus welchem Film, welches Sample ist. And remember: “I want to remind everyone that this is absolutely not gay…“

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