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KIM CHURCHILL - Silence/Win

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Artist KIM CHURCHILL
Title Silence/Win
Homepage KIM CHURCHILL
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

KIM CHURCHILL ist der Inbegriff eines australischen Surfers. Blonder Wuschelkopf und mit seinem Board in einem umgebauten Van in der Weltgeschichte unterwegs. Halt, ich habe die Gitarre vergessen, der Mann hat ja jahrelang auch Straßenmusik gemacht, 2009 hat er sogar den Straßenmusiker-Wettbewerb Byron Bay Bluesfest gewonnen. Zwischenzeitlich tourte er als Support von BILLY BRAGG und hat international eigene Shows gespielt. Da wurde es natürlich Zeit für ein Langspiel-Debüt, das im vergangenen Jahr erschienen ist, uns aber erst jetzt erreicht.

Vorab gab es Ende Juni schon mal die Singleauskopplung „Window To The Sky“ zu hören, die Kims kratzige Stimme mit sommerlich-leichten Melodien verbindet. In ähnlich beschwingter Weise startet auch das Album „Silence/Win“ dank „Single Spark“, während „Fear The Fire“ zunächst leise, leicht fernöstlich angehauchte Töne anschlägt, um dann schließlich in die Vollen zu gehen. Mit viel Kraft und Herzblut schließt sich „Only Time Can Take You On“ mit einer Fokussierung auf akustisches Fingerpicking an, bevor sich „Don’t Leave Your Life Too Long“ auf zarte Harmonien verlegt, die im Laufe des Vortrags an Intensität zulegen. Derweil bleibt das nachdenkliche „Rage“ zurückhaltend, ehe die Mundharmonika-Nummer „Canopy“ mit knackigen Grooves ums Eck kommt. „Backwards Head“ gefällt ebenfalls mit druckvollen Tonfolgen, die von ruhigen Passagen abgelöst werden, wohingegen „You Are Lost“ sich auf gefühlige Streicher verlegt, die am Ende Hummeln im Hintern bekommen und abermals von Sechssaitern und Percussion begleitet nach vorn preschen. Mit „Dying Sun #7“ lässt sich auch gut ein romantischer Sonnenuntergang musikalisch begleiten und wenn der Silberling mit „Some Days The Rain May Fall“ schließt, ist man dermaßen entspannt, dass einen der Regen, der womöglich gerade ans Fenster trommelt, gar nicht mehr stört.

Kaum vorzustellen, dass es irgendetwas KIM CHUTCHILL die Laune verderben könnten. Und wenn die Gedanken tatsächlich mal ein bisschen düsterer werden, entsteht daraus vermutlich ganz schnell wieder ein großartiger Song. „Silence/Win“ lässt zumindest so etwas ahnen und egal, was uns der miese deutsche Sommer noch bringt, diese Langrille ist der perfekte Soundtrack dazu.

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