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KING KHAN & THE SHRINES - Idle No More

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Artist KING KHAN & THE SHRINES
Title Idle No More
Label MERGE
Leserbewertung
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6.0/10 (3 Bewertungen)

Kollege KING KHAHN kommt gebürtig aus Montreal in Kanada, ist jedoch schon seit acht Jahren in Berlin beheimatet und steht auch bereits seit 1999 den SHRINES vor. Gemeinsam hat man sich einen Mix aus Garage und psychedelischem Soul auf die Fahnen geschrieben, den es jetzt zum achten Mal als Konserve gibt.

Dabei ist „Isle No More“ die sechste Full Length und das erste Lebenszeichen der Musiker seit fünf Jahren. Der Albumtitel ist an die kanadische Organisation „Idle No More“ (was übersetzt so viel wie „schlaft nicht länger“ bedeutet) angelehnt, die sich auf vielfältige Weise für die Rechte der Ureinwohner einsetzt. Auch Mr. Arish Ahmad Kahn will mit seinen Songs durchaus eine Message verbreiten, so wendet sich der pumpende Opener „Born To Die“ mit seinen fetten Streichern gegen die abscheuliche Kriegsmaschinerie, während das aufgeräumte „Bite My Tongue“, den unbekannten Helden gewidmet ist, die ihr Leben am absoluten Existenzminimum meistern. Mit Streichern und Gebläse bekommen die Ladies eine Hymne verehrt, bevor das soulig groovende „Luckiest Man“ vom Künstler selbst und seinen überstandenen Schwierigkeiten berichtet. „Better Luck Next Time“ wünschen KING KHAN & THE SHRINES mit dem darauffolgenden Sixties-Feelgood-Song, ehe „Darkness” leisere, leicht melancholische Töne anschlägt. Auch „Pray For Lil“ bleibt getragen und verbeugt sich auf diese Weise mit weiblichem Gesang und jaulenden Motown-Gitarren vor KING KAHNs Gattin, um im Anschluss mit dem „Bad Boy“ in bester Blues-Brothers-Manier zu jammen. Mit dem schrammeligen „So Wild“ geht’s ab in die Blues-Garage und wird zwei verstorbenen Freunden gedacht, bevor „Yes, I Can’t“ den Obama-Wahlslogan ironisch auf die Schippe nimmt. „I Got Made“ schließt sich sehr cool an, ehe „Of Madness I Dream“ den bunten Reigen zunächst leicht dissonant jazzend, danach zurückhaltend scheppernd enden lässt.

„Idle No More“ atmet jede Menge Sechziger-Jahre-Spirit, wofür neben KING KAHN, dem selbsternannten Kaiser des R’n’B, immerhin neun SHRINES-Member allerhand Instrumente bearbeiten. Wer auf puren Garagen-Rock steht, wird sich an den souligen Soundschnörkeln stören, wer’s jedoch gern ein wenig beschwingter hat, kommt mitsamt imposanter Bläser-Sektion voll auf seine Kosten.

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