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KING KING - Reaching for the light

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Artist KING KING
Title Reaching for the light
Homepage KING KING
Label MANHATON RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

Ich erinnere mich noch dunkel, als ich 2013 den Vorgänger hören durfte. Damals amüsierte ich mich über den recht großspurigen Bandnamen. Und auch heute muss ich etwas grinsen, wenn ich ihn lese. Aber die Band geht nun mal ihren Weg. Denn schließlich haben die Jungs 2012 und 2014 Die British Blues Awards für das beste Album und die beste Band abgeräumt. Und das ist schon eine Leistung.

Direkt am Anfang des neuen Werks wird deutlich, dass sich die Band im Übrigen nicht als reine Bluesband sieht, sondern auch gern im gemäßigten Hard Rock wildert. „Hurricane“ setzt ziemlich flott ein, besticht mit lockeren Riffs, schönem Solospiel und der markanten Stimme am Mikro, die mich wieder direkt an PAUL RODGERS erinnert. Ein guter Opener, der Lust auf mehr macht. Und genau diese Lust wird mit „You stopped the rain“ gestillt. Was für ein tolles Riff zu Beginn. Etwas ruhiger und mit dezenter Orgel setzt sich dieser Titel im Ohr fest. Vor allem das zurückhaltende Intermezzo in der Mitte, gefolgt von einem herrlichen Solo (welches den Charme des Einstiegsriffs hat) wissen zu gefallen. Mit „Waking up“ wird eine noch ruhigere Schiene gefahren. Dezente Funkelemente, gute Melodien und der charismatische Gesang lassen hierbei auch keine Langeweile aufkommen. Überhaupt ist dieses Album erheblich kompakter und eingängiger als sein Vorgänger ausgefallen. Während ich „Standing in the shadows“ ein gewissen „Berg-und-Tal“-Gefühl nachsagte, gibt es hier keine nennenswerten Ausfälle. Sei es „Rush Hour“ welches an frühe CROSSROAD JAM erinnert, das funkige „Crazy“ oder die sanfte Kuschelballade „Lay with me“. Letzteres könnte glatt aus der Feder von MIGHTY SAM McCLAIN stammen. Und das darf als Kompliment gewertet werden! Mit „Take a look“ möchte ich aber dennoch auf ein wirkliches Kleinod hinweisen. Hammer Stück mit Gänsehautspiel auf der E-Axt und surrender Orgel. Und selbst die Produktion ist auch wieder auf hohem Niveau.

So kann ich zum Schluss nur anerkennend sagen, dass meiner bescheidenen Meinung nach die Band ihre Hausaufgaben gemacht hat. Dieses Album hat keine Längen, keine Schwächen. Es rockt und bluest von Anfang bis Ende. Und damit ist es für mich jetzt schon ein Highlight für 2015!

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