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KING TUFF - Black Moon Spell

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Artist KING TUFF
Title Black Moon Spell
Homepage KING TUFF
Label SUB POP
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Hinter KING TUFF steckt der Musiker Kyle Thomas, der mit „Black Moon Spell” sein viertes Album abliefert. Aufgenommen wurde die Platte im heißen kalifornischen Winter 2013. Bei den Studio-Sessions sollen seltsame Dinge passiert sein: Dracula als Vermieter, unerklärte Lichtblitze, verhexte Mikrophone, Songs, die sich selbst abmischten, dämonische Spiralen in Kaffeebechern und so weiter. Auch ja: Jeder Track wurde geschrieben, ohne sich über irgendetwas Gedanken zu machen. Soweit die Vorgeschichte zu „Black Moon Spell“.

Im Ergebnis hat der werte Hörer es mit 14 Songs zu tun, die im weitesten Sinne Richtung Garage Rock, Indie Pop und Neo-Psychedelia gehen. Beginnend mit dem Titelstück „Black Moon Spell“ klingt das zunächst einmal nach scheppernden Sixties-Retro-Sounds und leicht entrücktem Gesang, während „Sick Mind“ mit straighten Gitarren übernimmt. Was bleibt, sind die etwas knödeligen Vocals, denen auch „Rainbow’s Run“ die Treue hält. Mit viel Tempo und einer schrägen Eröffnungssequenz übernimmt „Headbanger“, ehe „Beautiful Thing“ beschwingte Siventies-Sounds ins Spiel bringt. Zur Seite stehen KING TUFF übrigens Magic Jake am Bass und der Drummer Old Gary, die sich für „I Love You Ugly“ allesamt aufs Wesentliche beschränkt haben, um im Anschluss mit „Magic Mirror“ erneut in die psychedelischen Vollen zu gehen. „Madness“ übernimmt mit Claphands und „Demon From Hell“ serviert blitzschnelle Punk-Melodien, bevor „Black Holes In Stereo“ noch mal strange Soundexperimente wagt. Die fallen bei „Radiation“ vergleichsweise eingängig aus: die Langäxte jaulen ausgiebig und Thomas’ Stimme sucht ihr Heil im Hall. Unvermittelt geht es dann dank „Eyes of The Muse“ auf eine bunte Wiese, um mit den Blumenkindern zu tanzen. „Staircase of Diamonds“ braucht dagegen erst einen Moment der Feinjustierung, um im Akustik-Sujet anzukommen, wohingegen das temporeiche „Eddie’s Song“ noch mal Futter für die 70er-Gitarrenfraktion mitbringt.

„Hört euch „Black Moon Spell“ an und gebt euren Ohren das, was sie sich seit über einem Jahr wünschen: eine absolute verdrehte, himmlisch-düstere, hysterisch-magische Rock’n’Roll Sexperience!“ empfiehlt KING TUFF himself. Ich muss gestehen, dass der Longplayer mir ein wenig zu wirr geraten ist. Aber der Herr Musiker liegt mit der Einschätzung seiner Mucke gar nicht so verkehrt, wen die Adjektive also nicht abschrecken: bitte zuzugreifen!

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