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KISS - Monster

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Artist KISS
Title Monster
Homepage KISS
Label UNIVERSAL MUSIC
Leserbewertung
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9.6/10 (67 Bewertungen)

Die letzte Scheiblette („Sonic Boom“) der alten Haudegen ist ja „erst“ 3 Jahre her, da ist es schon fast verwunderlich, dass mit „Monster“ (Studioalbum Nummer 20!) schon ein neues Studiowerk vorliegt. Zumal der Geschäftsmann Mr. Simmons ja eigentlich vor lauter Gimmick-Veröffentlichungen kaum Zeit haben dürfte für sowas… aber dafür hat man ja seine Leute. Der Löwenanteil der neuen Kompositionen geht somit erneut auf Paul Stanleys Kappe (der auch wieder sehr geil produziert hat!), meist mit Unterstützung von Zweitklampfer Tommy Thayer – auf dessen Mist wohl hauptsächlich auch diese grandiose Rückkehr zu den Bandwurzeln gewachsen ist, immerhin war er seinerzeit Die Hard-Fan der Truppe! Gene hat aber auch einen Track allein beigesteuert („Eat your Heart Out“) – zumindest laut Credits! – und taucht bei 5 weiteren als Mittäter auf, womit er immerhin offiziell an 50 Prozent der Songs beteiligt ist. Was aber nicht weiter wild ist, denn wenn ein dermaßen knackig-frisches Werk dabei rauskommt, ist es eh egal, wer das verzapft hat.

Schon „Sonic Boom“ markierte ein fulminante Rückkehr zu alter Stärke, sprich der 70er/ frühen 80er, ohne dabei altbacken zu tönen. Das setzt man auf „Monster“ gleich mächtig vorpreschend mit dem energischen Rocker „Hell or Hallelujah“ fort! Geiler Einstieg. Auch das fett pumpende „Wall of Sound“ (derber von Gene gesungen) ist klassisch KISS, wie sich das gehört. Der leichte AEROSMITH-Touch sei mal verziehen, bärenstarker Groover. Mit „Freak“ ist den Herren ein grandioser Ohrwurm gelungen, der zeigt, dass es in Sachen Stadion-Hard Rock auch 2012 kein Vorbeikommen an KISS gibt. Geiler Drive, packender mehrstimmiger Gesang, geilster Chorus, ordentlich Bumms und Krach… die Jungs können´s auch nach 40 Jahren noch mehr als amtlich. „Back to the Stone Age“ schließt sich qualitativ an die ersten 3 Burner an und schiebt das Album in die vordere Riege der an Höhepunkten nicht gerade schwach gesegneten KISStory! Mit dem fein groovenden „Shout Mercy“ und dem nicht minder tollen „Long Way Down“ drückt man weitere enorm starke Songs aus den Boxen, das klingt alles enorm wuchtig und erdig. Eine Extraerwähnung verdienen die ausgiebigen und reichhaltigen Soli, vor allem Tommy Thayer blüht unüberhörbar auf! Der Simmons-Alleingang „Eat your Heart Out“ könnte auch auf den frühen Überwerken bis Mitte der 80er stehen… You wanted the best, You got the best! Mehr KISS geht nicht. Auch „The Devil is Me“ rockt fett wie Bolle und wird natürlich von Onkel Gene gegrölsungen!

Ja gibt´s denn hier keine Verschnaufpause? Nö. Alle 12 Songs qualmen wie in den glorreichen 70ern, klingen aber keinesfalls wie ein Aufguss und das ist erst die große Kunst dieses Knalleralbums! Man hat es geschafft an die übermächtige eigene Vergangenheit anzuknüpfen und dennoch voll wie im Jahr 2012 zu klingen, auch wenn die Produktion natürlich bewusst Retro ist. „Outta this World“ darf Tommy singen, „All for the Love of Rock&Roll“ zeigt Schlagzeuger Eric Singer als ebenfalls starken Sänger. Der letztgenannte Track(aus der Feder von Stanley) ist auch der einzige etwas seichtere, von Balladen ist auf „Monster“ aber weit und breit nix zu sehen. Macht gar nichts. Denn auch die beiden letzten Kracher „Take Me Down Below“ und „Last Chance“ rocken was das Zeug hält und beweisen einmal mehr wie relevant KISS immer noch sind!

KISS sind nach wie vor auch musikalisch absolut relevant und legen mit „Monster“ ein ebensolches vor, an dem sich die Konkurrenz die Dritten ausbeißen wird! I LOVE IT LOUD!!!

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