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KISSIN‘ BLACK - Dresscode: Black

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Artist KISSIN‘ BLACK
Title Dresscode: Black
Homepage KISSIN‘ BLACK
Label NOTTE NERA RECORDS
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Mit ihrer Webadresse haben KISSIN‘ BLACK eigentlich bereits alles gesagt: www.darkrock.ch heißt selbige und seit 2008 machen Gui Mastrogiacomo  (words & lies – so steht’s bei Facebook), Andy Dormann (Gitarre) und Dr. Marcel Spiga (Drums) gemeinsame Sache. Ihren Wohnort haben die Herrschaften in Luzern und neben einer langjährigen Freundschaft teilen sie auch die Leidenschaft für Goth Rock wie man ihn beispielsweise von den finnischen 69 EYES kennt.

„Dresscode: Black“ ist die zweite Full Length der Italo-Schweizer, die sich zur Aufgabe gemacht haben, die verschiedenen Facetten der Farbe Schwarz zu zeigen. Ein wenig genrefremd startet der Silberling mit „Chi dice che porto sfortuna?“, denn hier ist zunächst so etwas wie ein italienischer Kinderchor zu hören und auch der Süditaliener Giu bemüht hier seine Muttersprache, um dann im weltgewandteren Englisch mit dem nachfolgenden „Giants“ goth-rockig nachzulegen. In diesem Sinne schließt sich auch „Dark Again“ an, während „Gravemen“ eine ganz dezente Spur Country einfließen lässt und „Liquor Tears“ überraschend munter daherkommt. „Flirtin‘ With Hope“ ist eine getragene Klavierballade mit Stadion-Appeal und auch der Titeltrack „Dresscode: Black“ setzt mit unheilvollem Gesang und knackigen Langäxten auf die große Bühne. Deutlich reduzierter ist da „Step Out of My Dreams“ ausgefallen, neben dem auf Französisch vorgetragenen Chanson „Jolie“ eine weitere Ballade der Platte. Für das geheimnisvolle „Oh Girl French Girl“ haben KISSIN‘ BLACK den Hamburger Florian Grey von der gleichnamigen Symphonic-Dark-Rock-Formation ins Boot geholt, während die Eidgenossin Anna Murphy (ELUVEITIE) beim knackigen DOORS-Cover „Riders“ mit von der Partie ist. Das temperamentvolle „Adress Unknown“ lädt derweil auf den Düster-Dancefloor, bevor „Visit“ und „Unveiled: In The Rain“ auf der Zielgeraden für schauriges Kopfkino sorgen.

KISSIN‘ BLACK spielen gern mit Klischees. Das tun sie textlich als auch musikalisch und natürlich kann zumindest die Bühnenkleidung nur schwarz sein. Das Ergebnis auf „Dresscode: Black“ sind schwermütige Balladen und treibende Dark-Rocksongs, von denen es zwar im Grunde schon genügend gibt, aber die Jungs verstehen immerhin ihr Handwerk und wer mit so viel Spielfreude unterwegs ist, sollte auch Gehör finden.

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