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KLAXONS - Love Frequency

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Artist KLAXONS
Title Love Frequency
Homepage KLAXONS
Label WARNER
Veröffentlichung ..
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„Pills, Thrills And Bellyaches“: Wann war eigentlich nochmal genau der Zeitpunkt, an dem man die jahrelang im Keller versteckten alten Plastikpop-Alben nicht nur ungestraft wieder hochholen durfte, sondern bei den Spätergeborenen auch noch richtig Eindruck schinden konnte? Ist schon ein bisschen her, aber die Phase hält immer noch an. Und so richtig super sind KLAXONS auch im Jahre 2014 nicht.

Sieben Jahre nach „Myths Of The Near Future“ geht bei Briten wieder alles, was in den Hipsterclubs in Stadt und auf dem Land schon lange geht: Achtziger-Coolness, Indiepop (mit Betonung auf „Pop“), French-Electro. Alles ist aufgehübscht und durchgestylt mit flächigem Discosounds, von denen man gar nicht mehr weiß, aus welchem Jahrzehnt sie zusammengetragen wurden – so oft wurde hier bereits recycelt und modifiziert. Also gar nicht mal so unerwartet, auf welche Weise auf „Love Frequency“ mit Rave-Ästhetik gespielt wird – alles natürlich mit neon-modernem Understatement aufgebrezelt: bunt ist jetzt schwarz-weiß. Geholfen haben beim Entstehungsprozess James Murphy (LCD SOUNDSYSTEM), Tom Rowlands (THE CHEMICAL BROTHERS), GORGON CITY und EROL ALKAN, was einiges erklärt und vielleicht auch die Herangehensweise an „Love Frequency“ erleichtert. Hier handelt es nämlich sich kaum um ein Album, das in ein paar Jahren als Konzeptwerk aufgeführt werden kann. Das hier ist eher als Sampler zu verstehen, mit KLAXONS als Gastgeber, die die unterschiedlichen Gastbeiträge stolz anmoderieren.

Aus dieser Perspektive betrachtet erscheint der Großteil der hier zusammengestellten Stücke als flüchtig und als zu wenig originell. Dennoch lassen sich einzelne Songs gut auf einem Sommermixtape unterbringen, um sich vor Betreten des Festivalgeländes in Stimmung zu bringen. Für ein gutes Album ist das aber definitiv zu wenig, insbesondere wenn man sich anguckt, was andere Bands des Genres mit weniger Hilfe zustande bringen. Bezeichnenderweise kommt eines der beste Stücke sowohl ohne Gesang als auch ohne fremde Hilfe aus: „Liquid Light“ klingt wie eine melancholisch-blubbernde CHEMICAL-BROTHERS-B-Seite, die allerdings im Kontext des Backkatalogs des Duos aus Manchester kaum weiter für Aufsehen gesorgt hätte. Auch das anschließende „The Dreamers“ durchbricht die zuvor eifrig ausgebreitete Hipster-Hysterie und addiert dem aufgesetzten Neonlicht-Gehampel endlich ein paar Emotionen hinzu. Zusammengenommen sprechen diese Eindrücke nicht gerade für die Qualität der neuen Songs. Als EP hätte „Love Frequency“ beinahe ein Knaller werden können, auf Albumlänge überzeugt leider nur knapp die Hälfte der Songs.

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