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KLEE - Jelängerjelieber

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Artist KLEE
Title Jelängerjelieber
Homepage KLEE
Label MINISTRY OF SOUND/ MODERN SOUL
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Emotionale Musik mit weiblichem Gesang, die nächste… Aber halt, die hier sind schon länger da, hatten früher einen anderen Namen (RALLEY) und überhaupt, sie machen einfach schöne Musik. Mit dem Album „Unverwundbar“ und dem neuen anscheinend Glück bringenden Namen konnte man ad hoc durchbrechen in den Medien. Nun legt das Kölner Trio nach, man hat sich Top-Produzenten gesichert, NINA HAGEN singt auf einem Track mit? Was kann da schon schief gehen?

Wenig, denn man hält die Balance zwischen romantischen ruhigen Stücken und Uptempo-Nummern, über letzteres freue ich mich besonders. Sinnlich beginnt der Silberling mit einer Ode an den Hörer, der an die Liebe glaubt, das Leben und die Hoffnung. Suzie haucht ihren Text mit Hingabe, diese Frau möchte man als beste Freundin haben… oder doch mehr? Ähnlich wie bei TONI KATER wird mir bei diesen zutiefst unter die Haut gehenden Texte gleichzeitig heiß und kalt. Nach 2 weiteren Schmeichelsongs aber kommt der Überhit, den KLEE ab sofort für immer im Repertoire haben werden. „Gold“ ist eine der ganz großen Hymnen des auslaufenden Jahres, ein wunderbarer Refrain, den man nur selten in seinem Leben als Songwriter zustande bringt. Danach das fast rotzig zu nennende „Mein Geheimnis“, bevor die geliebte Melancholie wieder Einzug hält, die man gerade einen Tag nach der US-Wahl pflegen sollte. Dass es gegen Ende zu ein paar leichten Wiederholungen kommt, verzeihen wir, dass „Unser Film“ fast 1 zu 1 von THE CUREs „Just like Heaven“ abgekupfert wurde, auch, so schön ist es. Übrigens scheinen Robert Smith & Co. nicht nur bei diesem Stück hinter den roten Ikea-Plüschherzen hervor, latente Bassläufe und Attitüde ähneln sich an einigen Stellen.

Ein erdiges Album haben die Rheinländer eingespielt, ein warmes und zutiefst Menschliches, was man zu allerlei Gelegenheiten aus dem CD-Schrank kramen und möglicherweise in ein paar Jahren Klassiker genannt werden wird. So kann es mit dem deutschen Mädchen-Emo-Pop noch lange weitergehen!

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