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KMFDM - Krieg

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Artist KMFDM
Title Krieg
Homepage KMFDM
Label DANSE MACABRE
Leserbewertung
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7.5/10 (2 Bewertungen)

Auf den „Blitz“ folgt der „Krieg“ und zusammengesetzt ergibt dies natürlich ein „nettes“ Wort: „Blitzkrieg“. Laut Definition handelt es sich bei einem Blitzkrieg um plötzliche, schnelle und unerwartete Vorstöße, die dem Gegner im Idealfall keine Gelegenheit lassen, eine stabile Verteidigung zu organisieren. So scheint „Krieg“ auch funktionieren zu wollen, zwölf Künstler haben sich sieben Tracks der „Blitz“-VÖ angenommen und sie nach ihrer Fasson interpretiert.

Wie immer bei Remixalben gibt es Stärken und Schwächen. Routiniert, aber nicht weiter spektakulär gehen COMBICHRIST und PRONG bei ihren Remixen von „Bait & Switch“ zu Werke, soweit ok, aber nicht die Überflieger. Während mit „Symbol“ (Track 1) und „Take ’m out“ zwei der meiner Meinung nach besseren Tracks von „Blitz“ auf „Krieg“ nicht enthalten sind, ist mit „Never say Never“ einer der schwächeren gleich mit drei Remixen vertreten, hier weiß der „Confessional Mix“ zu gefallen, während der „Candy Apple Mix“ von SKINNY PUPPY Produzent Rave Ogilvie der mit Abstand schwächste Track ist. Zu den klaren Gewinnern gehört „Davai“, beide Remixe von ASSEMBLEGE 23 und TWEAKER wissen durch ihre kraftvolle Umsetzung zu gefallen. KOICHI FUKUDA hat aus „People of the Lie“ eine Pianoballade gemacht hat, auch MARY BYKER von APOLLO 440 verpasst diesem Song mit einer lässigen Trip Hop Atmosphäre ein passendes Gesicht, beide gefallen mir wohl auch deshalb so gut, weil sie sich meiner Meinung nach am kreativsten mit dem Original auseinander gesetzt haben. Auch die drei Stücke, die allesamt nur einmal geremixed wurden: „Strut“, „Potz Blitz!“ und „Bitches“ sind sehr gute Interpretationen, gerade der „Harmonic Tremors Mix“ von „Potz Blitz“ stellt meines Erachtens das Highlight dar, düster und schleppend übertrifft er sogar das Original. Auch der „Disco Balls Mix“ von KMFDM Drummer Andy ist auf der Habenseite zu verbuchen.

Insgesamt stellt „Krieg“ für mich eine leicht überdurchschnittliche Veröffentlichung dar, die Energie, die in „Blitz“ steckte, konnte zwar nicht komplett übertragen werden, einige Schwachpunkte sind vorhanden, aber insgesamt eine solide Arbeit.

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