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KNORKATOR - Ich hasse Musik

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Artist KNORKATOR
Title Ich hasse Musik
Homepage KNORKATOR
Label NEUE ZEITEN/ VIELKLANG
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

KNORKATOR ist eine Band, die man nur lieben oder hassen kann, wobei ich mich bis dato kaum mit dem Phänomen beschäftigt habe (außer dass mir mal ein Scherzbold die Single „Böse“ als Song vom neuen RAMMSTEIN Album andrehen wollte). Doch jetzt gibt es kein Entrinnen mehr, die neue Scheibe liegt vor mir respektive auf dem Plattenteller. Zuerst frage ich mich, warum Leute, die Musik hassen, selbige machen, aber unsere Zeiten sind sowieso geprägt von Widersprüchen… Eins ist jedenfalls nach den 12 Songs plus Schweigeminute (ehrlich!!!) klar, musikalisch hat das Trio enorm was auf dem Kasten, allein die Fachbegriffe im Titelsong können nur Studenten verinnerlicht haben. Die Frage ist nur, wie diese Potenz schlussendlich umgesetzt wird.

Der Opener „Der ultimative Mann“ ist sicherlich das mainstreamigste Stück und begeistert mit einer Kreuzung aus NDH und emanzipiertem Text, vor allem die Bridge vorm Refrain hat es mir angetan. Nebenbei gesagt, frage auch ich mich, wie es meine Freundin mit so einem Vollidioten aushält, aber das gehört nicht hier her… Danach wird es im Titelstück allerdings nervig, denn diese fürchterliche Kopfstimme, die im Verlauf der CD leider noch häufiger eingesetzt wird, ist weniger witzig denn saumäßig anstrengend. Mit „Try Again“ folgt das erste von drei Cover-Versionen, leider (oder auch nicht) kenne ich das Original der verstorbenen AALIYAH nicht. Umso mehr aber die Elaborate von BONEY M. und natürlich AC/DC. Während man aus „Ma Baker“ einen abgefahrenen Elektro Metal Song mit Grunzgesang macht, verwandelt sich „Beating around the Bush“ tatsächlich in ein Big Band Stück, herrlich entspannt und groovig. Und eben in diesem Spannungsfeld von versteckt hinterlistigen Wahrheiten in den Texten bis zu groben Albernheiten befinden sich auch die restlichen Eigenkompositionen. Mal swingt man locker mit, mal wendet man sich entsetzt ab, aber ich glaube, all diese Emotionen haben KNORKATOR bereits vorher einkalkuliert. In Zeiten glatt polierter Massenware ein eigenständiges „Piece of Art“, aber bitte nicht morgens, mittags und abends…

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