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KORITNI - Lady Luck

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Artist KORITNI
Title Lady Luck
Homepage KORITNI
Label BAD REPUTATION
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Australien scheint ein gutes Pflaster für Rock ’N’ Roll zu sein. Nach AC/DC, ROSE TATTOO und zuletzt den CASANOVAS folgen jetzt KORITNI aus down under, die sich einem Mix aus Trad Rock ’N’ Roll, 80er-Rock (immerhin durfte man 2006 schon für SCORPIONS eröffnen) und Rotz-Rock verschrieben haben. Nach ihrem Debüt „$ Green Dollar Colour $“ schieben Fronter Lex Koritni und seine vier Instrumentalisten nun ihren zweiten Streich hinterher, der auf den schönen Namen „Lady Luck“ hört.

Schon nach wenigen Takten fühle ich mich 15 bis 20 Jahre jünger, da ich mit „Red Light Joint“ umgehend in die Eighties katapultiert werde. Lex kratzige Stimme korrespondiert perfekt zum Sound, der irgendwo zwischen AEROSMITH, SKID ROW und AC/DC angesiedelt ist. „Under The Overpass“ legt noch einen Zahn zu, dann wird’s mit „Heaven Again“ stadiontauglich. „Highway Dream“ lässt die Drums sprechen, danach entführt „Never Say Goodbye“ in die Südstaaten. Lasziv-dreckige Rifffs verspricht „Sick Again“, im Mittelteil ist der Song vielleicht etwas zu brav ausgefallen. Auch „Not Your Man“ und „I See The Light“ hätten ein bisschen mehr Schmackes vertragen können. Besonders letzteres klebt zu sehr an altbekannten AEROSMITH-Melodien. „Starving Fast“ beweist da mehr Eigenständigkeit, wer so nah an den Achtziger-Originalen agiert, kann allerdings auch kaum mit Überraschungen aufwarten. Entsprechend solide Kost sind auch der Titeltrack „Lady Luck“ und „Got To Get You Into My Life“. Auf so einer Scheibe darf ja eigentlich auch keine Schmusenummer fehlen. Die Herren betonen jedoch extra, dass das getragene „Ain’t No Love Song“ genau dies nicht ist. Sind wohl ganz harte Kerle, die es einfach mal ein bisschen ruhiger angehen lassen…

Was von Mike Fraser (METALLICA, AEROSMITH, VAN HALEN, MÖTLEY CRÜE, AC/CD) gemixt und von George Marino (GUNS’N’ROSES, METALLICA, VELVET REVOLVER, AC DC) gemastert wurde, kann qualitativ nicht schlecht sein. Natürlich kann man sich die Frage stellen, ob solch nostalgische Ergüsse nötig sind. Da die Jungs aber bis auf ein paar kleine Ausnahmen einen schönen Background für ausgiebiges Schwelgen in Erinnerungen bieten – warum nicht? Außerdem weiß ich sogar von Neunjährigen, die gar nicht genug bekommen können von der Mucke ihrer Eltern und die wollen schließlich auch mit neuen Bands versorgt werden.

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