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KORN - The Paradigm Shift

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Artist KORN
Title The Paradigm Shift
Homepage KORN
Label PROSPECT PARK/ UNIVERSAL
Leserbewertung
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9.3/10 (7 Bewertungen)

20 Jahre nach der Gründung und 10 Jahre nach dem letzten gemeinsamen Album ist es soweit: Gitarrist Brian „Head“ Welch ist wieder mit an Bord und sofort steigen die Erwartungen an eine neue KORN-VÖ ins Unendliche. Dazu hatten die Amis mit „The Path of Totality“ eine mutige, aber auch umstrittene Scheibe mit Elektro/ Dub Step-Einflüssen an den Start gebracht! Für das neue Werk wählten KORN überraschenderweise einen Weg, der sich als genau richtig herausstellt. So hätte man leicht, wie schon 2010, ein Album machen können, das deutlich in Richtung Debüt geht. Aber auch wiedervereint schaut man nach vorne, genauer gesagt „zurück nach vorne“!

Und dieser Weg sieht vor, dass man die Inspiration von „The Path of Totality“ aufnimmt und diese in einer imposanten Form mit dem typischen KORN-Sound kombiniert. Alleine der Opener „Prey for me“ könnte diese Symbiose nicht perfekter repräsentieren. Mit typischen Hack-Riffs und Tribal-Rhythms pumpt dieser Track nach vorne, Jonathan Davis‘ unvergleichliche Gesangslinien führen die Melodie und im Hintergrund spielen die legendären KORN-Gitarrenlicks mit den perfekt in Szene gesetzten Elektro-Spielereien. Wenn dann sich dann noch der grandiose Refrain mit den beinharten KORN-Hacks duelliert, muss man der Band einen der größten Hits seit Jahren attestieren! Der folgende Groover „Love and Meth“ führt diese Gangart fort. Brachiale Riffs, kalt-düstere Elektro-Sounds, ein grandioser Refrain und Davis‘ in Höchstform, sowohl im melodischen als auch energischen Bereich! „What we do“ komplettiert das massive Start-Trio! „Spike in my Veins“ leitet dann den nachdenklicheren Teil ein. Auch diesen gab es schon immer bei KORN. Dieses Mal allerdings wird nach dem getragenen Beginn im Refrain stärker der Elektronik Raum gegeben, was dem Song noch eine stärkere, wohl gewollt kalte Schlagseite gibt. Als Vorab-Song wurde „Never, Never“ oftmals als zu poppig kritisiert. Einerseits zu Recht, könnte der sehr elektro-lastige Track doch von „The Path of Totality“ stammen und als pure Radio-Single durchgehen. Im Kontext mit dem Album allerdings ergibt dieser Track als Mittelpunkt der Platte richtig Sinn. Würde er noch mehr, wenn die folgenden Songs wieder mehr Dampf machen würden. So sind Sachen wie „Victimized“, „Punishment Time“ oder „Wish I wasn’t born today“ zwar wirklich coole Tracks mit satten Riffings, packenden Refrains und drückenden Elektro-Tunes, aber den richtigen Drive, wie zum Start, bekommen KORN nicht mehr hin. So verliert sich das Album nach der ungemein starken ersten Hälfte im zweiten Teil etwas in Belanglosigkeit. Alleine das abschließende „Tell me what you want“ greift den starken Start nochmal auf, hätte diese Frage aber etwas früher stellen sollen.

Vielleicht war das Reunion-Album doch noch ein wenig zu früh dran. Ohne Frage präsentieren sich KORN auf „The Paradigm Shift“ in weiten Teilen stark wie lange nicht mehr, aber auf Album-Länge geht ihnen dann doch etwas die Puste aus. Schade, denn dass sie es noch immer können, haben sie auf jeden Fall bewiesen!

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