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KRACHWERK - Krieger

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Artist KRACHWERK
Title Krieger
Homepage KRACHWERK
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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8.3/10 (3 Bewertungen)

Krachwerk – „Krieger“. Erste Assoziation: Hellectro oder NDH. Gehen sie durch die 2te Tür und streichen sie eine halbwegs interessante Eigenproduktion ein. Das Trio aus dem Osten unserer Republik musiziert seit 3 Jahren miteinander und kann immerhin bereits 2 Alben und einige Samplerbeiträge vorweisen, eine recht anständige Quote. Nach „Tod der Masken“ aus dem Jahre 2006 nun also der „Krieger“, hoffentlich kommt es da nicht zu Verwechslungen mit der gleichnamigen Formation.

Der Opener „Gib was du kannst…“ zeigt die Richtung an: Synthetik-Teppich, aggressive Riffs, heiser gegrowlter Deutscher Gesang. Das alles etwas dumpf produziert, doch für eine Eigenproduktion ganz ordentlich. Die Gitarren erinnern spieltechnisch schon mal an die glorreichen 80er-Thrashzeiten, während man ansonsten eher eine räudig-dunkle Schiene bedient. „Ich will“ führt dann bereits den melodischen Clean Gesang im Refrain ein, an dem man auch noch etwas arbeiten darf. Ansonsten nette KRUPPS-Reminiszenzen im simpel-effektiven Riffing. Hier und da mal ein paar melancholische Gothic Parts, typische Lyrikthemen, Gitarrensoli (!), das alles ganz annehmbar komponiert, ohne alle songwriterischen Untiefen zu umschiffen. Electro Metal, der in der Summe besser ist als seine Teile. Hervorzuheben Titel Nr. 5: „Wüstenfeuer“, das nicht von ungefähr an eine gitarrentechnisch aufpolierte Variation von TYSKE LUDDER denken lässt.

Freunde von EISREGEN über LEICHENWETTER bis hin zu MEGAHERZ (um noch ein paar weitere artverwandte Combos aufzuzählen) sollten sich einen Kauf der 10 Euro teuren Scheiblette mal durch den Kopf gehen lassen. Eine Hörprobe findet sich im Netz. Nicht sensationell aber immerhin solide.

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