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KRACHWERK - Tod der Masken

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Artist KRACHWERK
Title Tod der Masken
Homepage KRACHWERK
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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1.0/10 (1 Bewertungen)

Hinter KRACHWERK verbargen sich bis vor Kurzem Dirk Polney (Synth, Progr, Gesang) und Thomas Ernst (Gesang, Gitarre). Seit 2005 machen die beiden einen Mix aus Industrial, Goth Rock, Metal und Elektrosequenzen. Mit „Tod der Masken“ legen die Eislebener ihr Debüt mit 14 Titeln vor, das in deutscher Sprache gehalten ist, da die beiden Herren besonderen Wert auf ihre Texte legen und sich deshalb ihrer Muttersprache bedienen.

Düster und gitarrenlastig geleitet der Opener „Bestimmer des Schicksals“ auf eine Reise hinab in die Tiefen der menschlichen Seele. „Stimme der Wiedergeburt“ legt noch ein bisschen Geschwindigkeit zu und wird einen Tacken elektronischer. „Die Glocke“ hat nur wenig mit dem „Lied von der Glocke“ zu tun, das Friedrich Schiller 1799 schrieb. Diese hier kommt nämlich gänzlich ohne Worte aus und ist eher digitaler Natur. „Todesangst“ klingt bei den Herren Polney und Ernst ein wenig gehetzt und nach klopfenden Herzen. „Krieg den Palästen“ lässt ebenso wie der Titelsong „Tod der Masken“ eine gewisse Affinität zu RAMMSTEIN durchblitzen. Auch hier treffen harte Gitarrenriffs auf ratternde Elektrobeats, dazu gesellt sich noch ein diabolischer Gesang, der bei „Reaktor Nr. 4“ jedoch in den Hintergrund tritt. Stattdessen gibt’s Synthie-Streicher, was das Ganze etwas softer macht. Die „Revolution“ kommt bei KRACHWERK schleichend, um sich dann massiv zu entladen. Auch „Der neue Morgen“ erwacht sachte, reckt und streckt sich, verfängt sich dann allerdings in einer gewissen Monotonie, die von Gitarrenstakkati und Orgelsequenzen abgelöst wird. Elektronik bestimmt „Schlaf ist das Gift“; schnelle Beats paaren sich mit hypnotischen Gesang, dann übernehmen die Gitarren von „Der Sozioparasit“ wieder das Sagen. Doch auch eine melancholische Klavierballade ist noch mit von der Partie. Metallisch-kühl präsentiert sich die Choralversion von “Die alten Lieder“, während die Albumfassung eher metallisch-hart rüberkommt. Fehlt nur noch „Trauma“, ein vertrackter Song voller Tempiwechsel und Untiefen.

Neuerdings ist noch Pascal Kupfer an Bass und Gitarre mit von der Partie, der bei den Arbeiten an der zweiten Platte für ein noch fetteres Fundament sorgen soll. Das ist auch jetzt schon ganz solide gemacht, an manchen Stellen kann der KRACHWERK-Sound aber noch ein bisschen Politur gebrauchen.

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