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KRAKOW - Diin

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Artist KRAKOW
Title Diin
Homepage KRAKOW
Label DARK ESSENCE MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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4.8/10 (8 Bewertungen)

Die Norweger KRAKOW veröffentlichen heuer, im immerhin siebten Jahr ihres Bestehens, ihr zweites Album „Diin“. Und wer das 2008’er Debüt „Monolith“ kennt oder die Herren damals auf ihrer Tour mit ENSLAVED und AUDREY HORNE gesehen hat, wird, soviel sei vorweg genommen, positiv überrascht sein.

Erster Gedanke schon nach ein paar Takten des wuchtigen Openers „Hymn To The Winds“: What the hell? NEUROSIS????? Nicht ganz natürlich, wie man dann auch nach einiger Zeit und dem Verdauen des ersten Adrenalinschocks etwas beruhigt feststellt. Und die folgende, erste Single „Future Past“ hat dann auch schon eher eine deutliche HAWKWIND Schlagseite. Moment mal, wie passt das nun wieder zusammen?? Das zeigt spätestens Song Nummer 3, der das melodische und das donnernde Element der ersten beiden Tracks mit einer beeindruckenden, hörbaren Leidenschaft zu einer Art ISIS-Melange zusammen fügt. So wird man beim Hören von „Diin“ nach und nach Gewahr, dass man es hier mit einer Band zu tun hat, die in den letzten drei Jahren seit Erscheinen ihres Debüts mehr als nur einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Wo es seinerzeit mitunter noch etwas holprigen, schwarzheimernden (schließlich kommt man aus Bergen) Stoner Rock gab, stehen heute stahlharte, stets auf den Punkt gebrachte Riffs. Was damals soundtechnisch noch etwas schwach auf der Brust war, wummst heute wie eine wahre Wuchtbrumme aus den Boxen. Geblieben sind dem Quartett sein breitbeiniger, nach staubigen Pisten und Benzin duftender (Stoner) Rock-Approach und vor allem die gute Portion nordischer Rohheit, die sich vor allem in der zweiten Hälfte des Albums bemerkbar macht, wenn sich Versatzstücke des Black Metal (vor allem in puncto Gesang) in den Sound einschleichen oder MASTODON um die Ecke schielen, wie in dem knurrigen „Possessed“. Gewonnen wurde hingegen eine überdimensionale Nebelwolke an Atmosphäre, hinter der sich post-metallische Soundlandschaften verbergen, die im Zusammenspiel mit dem betont drogig-psychedelischen Ansatz im Songwriting eine wahrhaft hypnotisierende Wirkung entwickelt. Da ist man dann froh, wenn man, berauscht durch Kracher wie „Termination Of Origin“, „Mark Of Cain“ oder das phänomenale, knapp 13-minütige Epos „Mound“, noch den Weg zur Repeat-Taste findet, auf das das Hirn eine weitere Stunde in fernen Sphären umhergeistern möge.

Fazit nach einigen Durchläufen: KRAKOW klingen anno 2012 wie eine wesentlich reifere, gehaltvollere und geschmacksintensivere Variante von… sich selbst. Und spätestens an dem Punkt ist es wirklich egal, ob das nun Post Metal oder Doom oder sonst wie heißt. Großartig ist es in jedem Fall. Amen.

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