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KREATOR - Dying Alive

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Artist KREATOR
Title Dying Alive
Homepage KREATOR
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Wenn uns Mille im Opener „Phantom Antichrist“ des aktuellen Live-Doppeldeckers „Dying Alive“ vorm Moshpart „Ruuuuhrpott… Zerstööööörung“ brüllkreischt, weiste Bescheid, hier biste richtig! Schon längst führt ja auch international kein Weg an den Jungs vorbei in Sachen Thrash Metal, das hat man jüngst erst mit dem stärksten Werk der zweiten Thrash-Phase der Band eindrucksvoll untermauert. Aber da man sich nun mal der Heimat verbunden fühlt – Mille wohnt ja nach wie vor in Essen – wurde der Gig in der Oberhausener Turbinenhalle mitgeschnitten am 22.12.2012.

Und fängt imposant das ein, was den immensen und immer größer werdenden Erfolg der seit 30 Jahren lärmenden Combo ausmacht. Im Optimalfall kredenzt man sich das opulente Earbook mit allem Schnickschnack, wer nur auf die Fresse braucht, der gibt sich mit der Doppel-DVD, Blue-Ray oder CD zufrieden. Schön roh eingefangen wird sich durch frenetisch abgefeierte 24 Tracks (inklusive Intros/ Medleys) geknüppelt, da hat man auch nach 30 Jahren keinen Deut an Aggression verloren. Lediglich spielerische Finesse hinzugewonnen. Die Songs sind über jede Kritik erhaben (ja, auch das unmögliche „Phobia“!), neu-Burner vermengen sich perfekt mit alt-Knallern, allerdings lässt man weiterhin unverständlicherweise die „Renewal“/ „Cause for Conflict“-Phase außen vor. OK, dann müsste man 3-Stunden-Sets zocken bei der enormen Hitdichte…

Allerdings gerät man langsam auch in die Gefahr des „sich-auf-jeder-Tour-Wiederholens“, denn die Setlists gleichen sich aufs Neue fast bis ins letzte Detail. Da wäre etwas mehr Flexibilität wünschenswert, andererseits sind die Hallen dermaßen proppevoll, dass es keinen Grund gibt, großartig was zu ändern. Es werden sämtliche relevante Album-Titeltracks gezockt (außer „Terrible Certainty“), eeeeendlich auch mal „Endless Pain“ vom 85er-Debut in voller Länge! Als einzige Quasi-Überraschung schleicht sich „The Pestilence“ in die Setlist.

Das bügelt zwar immer noch vorzüglich, aber die Kultburner zieh ich mir doch lieber auf meinen ollen 80er-Bootlegs rein, da heuer einfach der kaputt-räudige Charme jener Zeit fehlt. Dennoch ist dieses randvolle Teil natürlich unverzichtbar für jeden KREATOR-Maniac! Man fragt sich, wie sie da noch einen draufsetzen wollen mit dem nächsten Album?!?

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