Band Filter

KRILL - Distant Fist Unclenching

VN:F [1.9.22_1171]
Artist KRILL
Title Distant Fist Unclenching
Label BLOOD AND BISCUITS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

“A Distant Fist Unclenching” ist das dritte Album der Bostoner Formation KRILL. Es sei allen ans Herz gelegt, die sich für Kapellen wie die BLACK LIPS, TY SEGALL, die PIXIES, MODEST MOUSE oder auch BUILT TO SPILL erwärmen können. Man sollte auf dem Silberling also weniger radiotauglichen Mainstream erwarten, sondern mit leidenschaftlichen Dissonanzen und krachenden Gitarrenhooks rechnen.

Nicht zu vergessen der unberechenbare Gesang des Fronters Jonah, der wahlweise zwischen zerbrechlichem Flüstern und manischem Gebell schwankt. So startet der Opener „Phantom“ zunächst auch mit vergleichsweise leisen Tönen, um dann mitsamt tiefer gelegten Krachlatten nach vorn zu preschen. Dem schließt sich „Foot“ mit einer starken Rhythmusfraktion an, bevor die Disharmonien von „Fly“ den Weg für „Torturer“ ebnen. Das Schlagzeug rumpelt auf das Feinste, während sich die Saiteninstrumente (überwiegend) dezent im Hintergrund halten. Mit „Tiger“ bekommt der Sound eine beschwingte Note, die immer wieder von lärmenden Melodiefolgen unterbrochen wird, wohingegen „Mom“ scheppernd aus den Boxen kriecht. „Squirrels“ übernimmt mit vertrackten Midtempo-Rhythmen und auch „Brain Problem“ hält wenig davon, auf direktem Wege ins Ohr zu gehen. Stattdessen gibt das Trio einfach mal mehr Gas und stellt erneut Jonahs Stimme in den Mittelpunkt, ehe „It Ends“ Programm ist und den Ausflug in KRILL-Gefilde in Slow-Motion zu einem eingängigen Abschluss bringt.

Das Schöne bei KRILL ist zweifellos, dass die eingangs genannten Referenzen nicht einfach kopiert werden, sondern „A Distant Fist Unclenching“ eine ganz eigene Handschrift mitbringt. Es lohnt sich, die neun durchaus eigensinnigen Songs zu entdecken und es bleibt zu hoffen, dass der Dreier mit Langrille No.3 auch endlich die verdiente Aufmerksamkeit erhält.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu KRILL