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KROKUS - Long Stick Goes Boom (Live From Da House Of Rust)

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Artist KROKUS
Title Long Stick Goes Boom (Live From Da House Of Rust)
Homepage KROKUS
Label SONY/ EPIC
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Manche Klassiker sterben nie aus. KROKUS zum Beispiel wurde 1975 gegründet, feiert also nächstes Jahr sagenhaftes 40-jähriges Jubiläum. Die Band hat so viele Besetzungswechsel wie Albumveröffentlichungen hinter sich, ist viel in der Welt herumgekommen, aber müde werden die Herren aus der Schweiz nicht. Mit „Long Stick Goes Boom – Live From Da House Of Rust“ bringen sie nun eine Live-Version ihres eigenen Best-Of-Schaffend heraus. Weil KROKUS schon so lange existieren und demnach unzählbare viele Songs komponiert haben, ist es auch nicht die erste Kompilation der Band. Allerdings hatten sie diesmal einen eindeutigen Heimvorteil, denn die Aufnahme stammt aus ihrem Heimatstädtchen Solothurn.

Beachtlich ist hier vor allem die Energie, die die Musiker trotz ihres Alters ausstrahlen. Von schleppend oder blechern kann nicht die Rede sein. Jeder Song für sich klingt nach dem ganz großen Hardrock, der die Welt so lange begleitet hat – und es hoffentlich noch weiter tun wird. Welcher Track das Highlight ist, ist schwer zu sagen. Irgendwie klingen sie alle ähnlich. Das Publikum klatscht und singt mit, man hört immer wieder Rufen und Pfeifen aus dem Hintergrund, und das bei jedem Lied. Trotzdem wird es nicht langweilig, vor allem durch das Medley in der Mitte des Konzerts: Die Hits „Rock City“, „Betta than Sex“ und „Dög Song“ wurden zu einem relativ kurzen Einzelstück gemixt, bei dem mit jedem neuen Intro die Menge vor der Bühne mehr jubelt. Genau dafür haben KROKUS ihr größtes Talent: Stimmung machen. Die Beats sind perfekt zum Tanzen. Und man kann wunderbar einen Song in den nächsten übergehen lassen. Das liegt auch daran, dass es feste Melodien fast nur in den Hooks bzw. im Gesang gibt. Die Gitarristen Mark Kohler und Mandy Meyer spielen hauptsächlich ständig variierende Riffs oder Rhythmen. Es hört sich alles fast genau so an wie AC/DC, aber hey, die sind immerhin die Rockband, die immer und überall gespielt wird. Und das wird seine Gründe haben. Wenn KROKUS-Leadsänger Marc Storace beim Kult gewordenen „Dög Song“ seine Zeile „All night long“ kräht, fühlt man sich ein wenig an der Nase herumgeführt: Es ist exakt das gleiche wie bei AC/DC’s „You Shook Me All Night Long“ – der Einfluss ist einfach nicht zu überhören.

Geschadet hat das KROKUS scheinbar nicht. Sie sind nach all der Zeit und den Line Up-Veränderungen immer noch im Geschäft, sie geben auf der Bühne Gas, die Bewertungen bleiben stabil, die Fans lieben sie, von Absturz keine Spur. Diese Jungs werden rocken bis es nicht mehr geht. Frei nach dem Motto „Krok’n’Roll“ für immer.

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