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KRYPTERIA - All Beauty Must Die

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Artist KRYPTERIA
Title All Beauty Must Die
Homepage KRYPTERIA
Label LIBERATIO MUSIC
Leserbewertung
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5.6/10 (15 Bewertungen)

Noch habe ich die letzte Scheibe im Ohr, da legen die Domstädter um Frontfrau Ji-In Cho den nächsten Silberling aufs Tablett. Die aus Korea stammende Musikerin hat an der Kölner Musikhochschule Gesang und Klavier studiert und trägt mit ihrer Ausstrahlung nicht unwesentlich zum momentanen Erfolg der Formation bei. KRYPTERIA performen derzeit in der obersten Liga. Sowohl ihre Musik als auch ihre Videos werden in den Radio- und Fernsehsendern hoch und runter gespielt und sind nicht nur zum Tanzen geeignet, nein, auch optisch machen sie einiges her. Basis des KRYPTERIA-Sounds ist harter Metal gewürzt mit klassischer Musik, mystischer Atmosphäre, gregorianischen Gesängen plus hin und wieder ein paar Spritzer Rock`n`Roll. Gesanglich überwiegt natürlich Ji-Ins Stimme, die häufig von Background Vocals unterstützt wird.

Mit ordentlich Tempo wird gestartet („Messiah“) und dieses wird auch über weite Strecken beibehalten. Das Ganze mal richtig krachend („You Killed Me“), mal mit einem Refrain, der einen kleinen Touch Mainstream-Pop aufweist („Fly Away With Me“), mal mit einem satten, rockigen Takt („Live To Fight Another Day“), mal mit einem Staccato, das nur so aus den Boxen prasselt („Thanks For Nothing“). Choral-Gesänge starten „Eyes Of A Stranger“ und beweisen, dass nicht nur Lena M-L. mit dem Begriff „Fremder“ umgehen kann. Doch wer‘s besser raus hat, ist eigentlich keine Frage. Gesang und Piano kommen immer wieder wohltuend zwischen Gitarre und Schlagzeug zum Vorschein. Ebenso orchestral beginnt „Victoria“, das einen angenehm mitsingbaren Refrain ins Spiel bringt. Aber natürlich wird auch auf diesem Album nicht auf mystische Parts verzichtet und so scheinen rein klanglich bei „The Eye Collector“ Vampire auf ihren Auftritt zu warten (Wobei ich mich frage, wie Vampire denn wohl eigentlich klingen mögen?). „Turn The World Around“ bietet ebenso einige Horroreske Sequenzen, bis dann im Refrain die metallenen Hämmer loslegen. Mein Favorit ist aber das balladesk beginnende „(How Can Something Good) Hurt So Bad“. Für manch einen mag dieser Song zu mainstreamig sein, klingt er tatsächlich teilweise wie CELINE DION. Kompositorisch sind KRYPTERIA hier kaum wiederzuerkennen. Allerdings passt er meiner Meinung nach ins Gesamtkonstrukt und lässt einmal für kurze Zeit verschnaufen. Auch „As I Slowly Bleed“ kommt zwar krachend und mit vollem Plektrum ins Rollen, weist jedoch lange ruhige Momente auf.

Bei den Bonustracks „Get The Hell Out Of My Way 2011” und „Liberatio 2011” handelt es sich um aktuelle Remakes eines relativ „harten“, zum Mitsingen und Tanzen auffordernden Liedes (vom „In Medias Res“-Album 2005) sowie einer nachdenklich aber auch versöhnlich stimmenden Pianoballade, die anlässlich des Tsunamis 2004 entstand und KRYPTERIA in die Charts brachte (ursprünglich auf „Liberatio“ zu finden)

Voluminöse, aufwendige Hymnen, stark empfehlenswert.

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