Band Filter

KRYPTERIA - Bloodangel’s Cry

VN:F [1.9.22_1171]
Artist KRYPTERIA
Title Bloodangel’s Cry
Homepage KRYPTERIA
Label EMI
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
6.1/10 (14 Bewertungen)

„Nicht schon wieder bombastischer Gothic Metal mit süßer Frontdame“ denkt man sich beim Durchblättern des Infos… doch halt! Gleich der knackige Opener „All Systems Go“ bläst einen erstmal vom Hocker! Fetter Uptempobeat mit superben Leadvocals der koreanischen Sängerin Ji-In Cho. Dazu ein packender Refrain und fertig ist ein markanter Anheitzer!

Das stampfende „The Promise“ dagegen besticht mit Bombast und bezaubernden Vocals, sowie ganz großen Chören. Das basteln auch NIGHTWISH nicht besser zusammen! Überhaupt sind es das ganze Album über die feinen Vocals von Ji-In, welche die besondere Note ausmachen. Man hört ihre koreanische Herkunft heraus und neben elfengleichen Passagen kann sie auch in den häufiger eingesetzten tieferen Tonlagen begeistern. Die gregorianisch beeinflussten Chöre weisen aber auch die anderen Bandmitglieder als hervorragende Sänger aus. Was man natürlich ausgiebig nutzt. Dies ist mittlerweile das dritte Album der Band, welche anfangs allerdings noch als Projekt fungierte. So wurde aus dem Debüt der Track „Liberatio“ auf Anfrage von RTL (!) als Benefiz-Single ausgekoppelt zu Gunsten der Tsunami-Opfer, womit man dann immerhin Gold einstrich! Zu diesem Zeitpunkt kristallisierte sich auch die jetzige Bandbesetzung mit Ji-In als fester Sängerin heraus. Mit dem zweiten Album „In Medias Res“ toppte man in Südkorea die Rockcharts und die Tour durch Südkorea und Vietnam wurde vom Fernsehen übertragen und von 50.000.000 (!) Leuten gesehen. Nebenbei nahm man für die Südkoreanische Fußballmannschaft auch noch die offizielle WM-Hymne „Na Ga Ja“ auf und supportete DEEP PURPLE, auf Einladung der Altmeister höchstpersönlich! Viel schief gehen kann da nicht mehr…

Mit der EP „Evolution Principle“ zeigte man dann neue metallische Härte auf, welche sich jetzt auf dem Album fortsetzt. Vor allem das brettige „Scream“ bläst voll auf Angriff. Und das bombastische „Out of Tears“ setzt sich gleich in den Gehörgängen fest! Neben speedigen Krachern wie „I can’t Breathe“ fahren KRYPTERIA mit „The Night all Angels Cry“ auch eine großartige Halbballade auf, die jeden Gothic Metaller in Verzückung versetzten wird! Veredelt wird das Teil mit einem erneut extrem feinen Solo von Gitarrist Chris Siemons. Geiler geht nich! Zum Schluss des einstündigen Albums fährt man noch mal richtig schwere Geschütze auf und kann mit dem groovenden „Sweet Revenge“ (Riesenchöre!) punkten, bevor mit dem monumentalen 10-minüter „At the Gates of Retribution“ der Vogel abgeschossen wird!

Der Name KRYPTERIA wird bald in aller Munde sein. Da werden sich vor allem NIGHTWISH schwer anstrengen dürfen mit ihrem nächsten Album, um nicht auf einem wackelnden Thron zu sitzen!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

KRYPTERIA - Weitere Rezensionen

Mehr zu KRYPTERIA