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KRYPTERIA - Evolution Principle

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Artist KRYPTERIA
Title Evolution Principle
Homepage KRYPTERIA
Label CAPITOL MUSIC
Leserbewertung
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4.2/10 (6 Bewertungen)

Ein Schelm, der Böses dabei denkt … seit dem „Ausstieg“ von Tarja aus ihrer alten Band NIGHTWISH sprießen Metal-Bands mit operesken Frauengesang wie Unkraut aus dem Boden. Immer wieder schneien neue CDs von Möchtegern-NIGHTWISHs und -WITHIN TEMPTATIONs ins Haus und versuchen zu beweisen, dass sie würdige Nachfolger sind. KRYPTERIA gehören zumindest von der Erfahrung der Musiker und vom Alter ihrer Projekte nicht dazu, auch wenn der Sound es vermuten ließe, da sie auch dem orchestralen Rock frönen und ihn mit Engelsgesang versüßen.

Seit 2001 existiert der Name KRYPTERIA schon in der Musikwelt. Damals war es die Bezeichnung für ein Fantasy-Musical-Album mit verschiedenen Sängern. 2004 wurde eine feste Band mit klarem Line-Up daraus. Dies hatte wohl auch mit dem kommerziellen Erfolg ihrer damaligen Single „Liberatio“ zu tun, welche aus Benefizzwecken zu Gunsten der Tsunami-Opfer ausgekoppelt wurde. Eigentlich wie bei ENYA und dem Angriff auf das World Trade Center ein eher zweifelhafter Weg, sich einen Namen zu machen. Jedoch wurden hier sämtliche Einkünfte gespendet. Nun gut – genug dem Rückblick – und riskieren wir nun mal ein Ohr dem Material, welches sich auf „Evolution Principle“ befindet. Diverse Magazine haben ja die Band in höchsten Tönen gelobt. Daher bin ich doch sehr gespannt auf das, was mich erwartet. Gleich der erste Song „Sweet Revenge“ präsentiert sich mit viel Pathos und Klassik, und irgendwie habe ich das Gefühl, die Melodie des Refrains schon zu kennen. Aber so wirklich überzeugend war der Einstieg nicht. Mit „Lost“ wird das Ganze etwas rockiger, jedoch stürmt auch dieser Song nicht meine persönlichen Charts. „The Promise“ steigert den Pathos (ich will ja nicht Kitsch sagen) noch weiter. Simple Riffs, ein dominanter Chor und die zarte Stimme von Ji-In – aber nichts wirklich Prickelndes. Um es kurz zu machen, die nächsten Songs steigern das Niveau auch nicht mehr. Überzeugend fand ich nur die Produktion und die wirklich gute Darbietung der Sängerin.

Ich will das hier vorliegende Material nicht schlecht reden. Jedoch gab es mal eine Aussage, nach der die Band ihr altes Album („In Medias Res“) zu glatt und poppig fand. Dieses Werk sollte metallener ausfallen und das ist definitiv nicht der Fall! Es gibt süße Melodien mit viel Klischee, Orchester und einer guten Stimme. Das Ganze kommt übermäßig radiokompatibel daher und hat nichts mit dem „Klassenziel Metal“ zu tun. Ich schätze mal, nach Veröffentlichung dieser EP wird sich KRYPTERIA in diversen Charts wieder finden. Der poppige und immer noch glatte Stil wird definitiv seinen Weg durch die Sendestationen unserer Radios machen. Und dafür ist das Material auch gut geeignet. Aber bitte setzt nicht den Stempel „Metal“ darauf.

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