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KYLESA - Static Tension

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Artist KYLESA
Title Static Tension
Homepage KYLESA
Label PROSTHETIC RECORDS
Leserbewertung
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Gibt es eigentlich ein anderes Album zur Zeit, dass dermaßen szeneübergreifend mit Spannung erwartet und herbeigesehnt wird? KYLESA scheinen sich also mit ihren bisher drei erschienenen Alben erfolgreich im Spannungsfeld Monster-Rock, Stoner-Psychedelia, Indie-Geknüppel und Metal-Doom positioniert zu haben. Und hört man sich das neue Album „Static Tensions“ letztendlich an, kann nur konstatiert werden: Ja! Darauf hat die Welt gewartet!

Treibende Drums eröffnen das Album mit „Scapegoat“, die Reise wird eröffnet und was in den folgenden 40 Minuten folgen soll, lässt kaum Zweifel an der musikalischen Durchschlagskraft des von Philip Cope und Laura Pleasants (beide Gitarren und Vocals) 2001 ins Leben gerufenen musikalischen Wanderzirkus’. Diese Beiden Akteure sind von Anfang an das Fundament der Band, der Rest der Besatzung kam und ging (Gründungsmitglied Brian Duke verstarb kurz nach ersten Live-Auftritten), mittlerweile scheint sich das Line-Up aber stabilisiert zu haben (Bassist Javier Villegas gehört dennoch lediglich zur Live-Besatzung). So wurden gleich die beiden Schlagzeuger in das Studio gebeten (Eric Hernandez wurde ansonsten als zweiter Drummer zu Live-Auftritten hinzugezogen!) um dem Ganzen eine dringliche, perkussive Atmosphäre zu verpassen.

Dazu passen die breitbeinigen, beschwörenden Vocals von Mr. Cope, die von leichtem Background-Gesäusel Madame Pleasants konterkariert werden, Echobeladene Gitarrenlinien sorgen für Ohrwurm-Potential und werden von kleineren Elektrospielereien untermalt („Unknown Awareness“ ist hierfür wohl das beste Beispiel). „Running Red“ ist der Soundtrack für die nächste dunkle Messe, die von den „Reitenden Leichen“ zelebriert werden könnte, während „Nature’s Predator“ direkt aus der Giftküche ALABAMA THUNDERPUSSYs stammen könnte. Der Rest des Geschehens spielt sich ebenfalls in den Breitengraden BARONESS (Welch Zufall, dass John Dyer Baizley, der in eben dieser Band zuhause und wohl der zur Zeit angesagteste Cover-Künstler obendrauf ist, auch hier das Layout erstellt hat!), TORCHE, MASTODON oder HIGH ON FIRE ab, You get the picture…

In Sachen Breitwand-Musik haben KYLESA mit „Static Tensions“ die Messlatte unglaublich hoch gelegt: Spannend, fordernd, gleichzeitig nie nervend oder den roten Faden verlierend, lässt die Band einen die kommende Tour regelrecht herbei wünschen. Ein weiterer Volltreffer auf Prosthetic!

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