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LA MORT DE L'HIPPOCAMPE - Cheminement de l’extase

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Artist LA MORT DE L'HIPPOCAMPE
Title Cheminement de l’extase
Homepage LA MORT DE L'HIPPOCAMPE
Label ENFANT TERRIBLE
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Nomen est omen. Vom PORN.DARSTELLER (das lassen wir hier mal unkommentiert) zu LA MORT DE L’HIPPOCAMPE (Der Tod des Hippocampus). Und nach gerade einmal zwei Veröffentlichungen verstirbt Jérôme Fontan, der Mann hinter beiden Projekten, unerwartet im Juni 2011. Wie bei vielen Künstlern trägt das frühe Ableben scheinbar auch hier zum steigenden Erfolg der Kunst bei. Beide Alben sind auf dem Label bereits ausverkauft. Die niederländische Minimal-Schmiede Enfant Terrible brachte beide Alben in diesem Jahr in Kooperation mit dem von Jérôme Fontan geplanten Label Verbascripta heraus. „Cheminement de l’extase“ ist das zweite Album des französischen Projektes, wurde aber vor „Symphonie neuronale“ produziert. Fontan zog jedoch diese Reihenfolge vor. Und so sollte es als letzter Wille geschehen.

„Cheminement de l’extase“ ist keine leichte Kost. Noch spiritueller als das andere Werk, müssen die französischen Spoken Words, unterlegt mit experimentellen, industriellen aber auch klassischen Sounds, erst mühevoll den Weg ins Gehör und den Geschmack finden. Strukturen und Rhythmus sich man hier vergebens. Die einzige Konstante sind die Spoken Words, mal druckvoll und energisch, mal melancholisch. Ansonsten wurde alles untergebracht, was Geräusche macht, von der Trommel, Violine, etc. bis hin zu wabernden und fiependen Geräuschen. Auch auf einzelne Tracks legte Fontan keinen Wert. Die beiden Seiten laufen vielmehr in einem Stück durch. Die B-Seite ist dabei mehr Oldschool-Industrial. Hier basieren die meisten Texte auf Hildegard von Bingen. Und passenderweise werden diese musikalisch mit mittelalterlichen Instrumenten untermalt.

LA MORT DE L’HIPPOCAMPE ist meilenwert entfernt vom früheren PORN.DARSTELLER-Sound. Aber gibt man den Klangstrukturen eine Chance, haben diese durchaus ihren Reiz. Für Enfant Terrible ungewöhnlich experimentelle Kost. Nichts für die Tanzfläche sondern für bewusstes Hören im stillen Kämmerlein.

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