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LACRIMAS PROFUNDERE - Songs for the last View

VN:F [1.9.22_1171]
Artist LACRIMAS PROFUNDERE
Title Songs for the last View
Homepage LACRIMAS PROFUNDERE
Label NAPALM RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
5.2/10 (9 Bewertungen)

Man nehme alles, was sich zwischen SISTERS OF MERCY und den 69EYES düster bis dreckig anhört, fertig ist der Sound von LACRIMAS PROFUNDERE. Nachdem man 2004 mit „Ave End“ quasi den Durchbruch erlebte und 2006 mit „Filthy Notes for Frozen Hearts“ nicht minder abgefeiert nachlegte, erblickt nun in neuer Besetzung das sechste Album bei Napalm mit dem Titel „Songs for the last View“ das Licht der Welt, um dieser alsbald in gewohnter Düsternis die musikalische Sonnenbrille aufzusetzen.

Eingebettet in Herztöne, Alltagsgeräusche und das monotone Piepsen eines Herz-Monitors befinden sich 11 Songs (Die Limited Edition enthält noch 4 Bonustracks und eine DVD, die mir jedoch nicht vorlagen). Los geht’s mit klassischem Goth-Rock alter Schule, heavy Riffs, Frauenchöre, ohrwurmverdächtige Refrains. Über die Hälfte der Titel wie z.B. der Opener „A Pearl“ oder das folgende „The Shadow I once kissed“ sind sicherlich der Tausendste Aufguss eines altbewährten Themas, freilich auf hohem Niveau und von der tiefer Stimme des neuen Fronters Rob Vitacca, die einem Peter Steele alle Ehre macht, veredelt. Das betont dreckige „Dear Army“ erinnert ein wenig an die Schweizer Industrial-Rocker UNDERGOD, während „Sacrificial Lamb“ den dramatischen Höhepunkt markiert. Doch straight nach vorne rocken können viele, daher auch ein Augenmerk auf die Balladen: „A Dead Man“ und „While“ setzen wahlweise auf gefühlvolle Piano- oder Gitarrenbegleitung, während einen „And God’s Ocean“ mit stimmverzerrenden Effekten und zweistimmiger Gesangslinie in seinen Bann zieht. Hier ist in allen Fällen Gänsehaut garantiert.

Insgesamt sind die „Songs for the last View“ keine Offenbarung, aber auch kein Eid derselbigen. Vehemenz trifft Opulenz, Emotion trifft Kraft, Anmut trifft Schwermut – so was klappt auch im Jahre 18 nach SISTERS’ „Visions Things“ noch immer vorzüglich und gibt dem nimmersatten Markt neues Futter. Fans dürfen also beherzt zugreifen und es ist wohl einzig mein fortschreitendes Alter schuld, dass ich in verklärter Romantik lieber an alten Idolen und den mit ihren Hits verbundenen Erinnerungen festhalte.

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