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LACRIMOSA - Echos

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Artist LACRIMOSA
Title Echos
Homepage LACRIMOSA
Label HALL OF SERMON/ EAST WEST
Leserbewertung
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7.5/10 (4 Bewertungen)

Eigentlich lehne ich es ja ab, CDs mit ausgefadeten Liedern zu besprechen, wenn aber wie in diesem Fall bei 70 Prozent übriggebliebenem Liedgut noch knapp 40 Minuten auf der CD verbleiben, kann man mal eine Ausnahme machen. Ausserdem erkennt man daran schon, dass wir es hier mit keinem normalen Release zu tun haben, nein Tilo Wolff und Anne Nurmi geben sich wieder die Ehre mit ihrem mittlerweile achten Studioalbum.

Die Vorabsingle „Durch Nacht und Flut“ weckte sicherlich Erwartungen hinsichtlich der musikalischen Marschrichtung und … sie werden nicht erfüllt, was nichts über die Klasse des Albums aussagt. Denn hier handelt es sich eindeutig um das Lied, welches am ehesten normalen Schemata entspricht, ein Kollege wollte sogar eine gewisse Nähe zum Deutschrock erkannt haben!

Doch nun der Reihe nach:
Der Instrumental-Opener „Kyrie“ hört sich dem Titel entsprechend sehr sakral an und eröffnet auf recht ungewöhnliche Weise die Reise durch LACRIMOSAS Welten 2002. Streicher, Klavier, Gamben (!) und sogar ein Melotron finden Einsatz auf den diversen stimmungsvollen Oden, die man als vollkommen singleuntauglich bezeichnen muss. Wunderschön auch das ruhige und apart (das Wortspiel musste sein) gesungene „Apart“, welches von Nurmis zerbrechlicher Stimme getragen wird.

Das Duo ist mittlerweile in der Lage, das zu tun, was es will, ohne sich selbst zu kopieren oder nach kommerziellem Erfolg zu schielen. Wie das Presseblatt informiert geht es auf „Echos“ um die drei Themenbereiche „Suche“, „Hingabe“ und „Bittruf“, von einem Konzeptalbum kann man allerdings nicht sprechen. Es ist sicherlich nicht einfach, bei den ersten Hördurchgängen die musikalischen Höhepunkte vollständig zu erfassen, dafür wächst das Album und wird zum stillen Begleiter. Dieser führt aber keinesfalls auf die Tanzfläche oder in den profanen Äther…
Anfang Januar wird das offizielle Coverartwork dann auf der Lacrimosa Homepage veröffentlicht, ein weiterer Beweis für die Intimität von Band und Fans.

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