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LACRIMOSA - Schattenspiel

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Artist LACRIMOSA
Title Schattenspiel
Homepage LACRIMOSA
Label HALL OF SERMON
Leserbewertung
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4.7/10 (3 Bewertungen)

20 Jahre LACRIMOSA. Kaum eine Band hat den düsteren Sektor so geprägt wie eben Tilo Wolffs Geisteskind. Doch gerade zu Jubiläen stehen die Musiker oft vor der Frage, was sie ihren Anhängern bieten. Oft kommen dabei Live-Scheiben, Cover-CDs oder bis dato unveröffentlichtes Material ans Tageslicht. LACRIMOSA haben sich für Letzteres entschieden und erfreuen ihre Anhänger mit 17 Stücken, die es so in der Art noch nicht zu hören gab.

Den Einstieg machen 2 „Ur-Versionen“. Zum einen gibt es „Seele in Not“ zu hören und zum anderen „Requiem“. Mit „Seelenübertritt“ kommt ein Song zum Vorschein, der inhaltlich als auch in seiner spartanischen Instrumentalisierung auf „Angst“ oder „Einsamkeit“ gepasst hätte. Bei „Schuld und Sühne“ jedoch war ich das erste Mal wirklich überrascht! Ein industriallastiger Elektrokracher, der wohl in jeder Dark Wave Disco seine Anhänger finden würde – interessant und seltsam! Das folgende „Dreht Euch“ kokettiert wiederum mit dem Charme des Stückes „Einsamkeit“ und weiß zu gefallen. Mit „Dem Ende entgegen“ kommt dann noch mal ein etwas seltsamer Elektrostampfer daher, bevor man sich wieder dem Thema der ursprünglichen Versionen zuwendet. Und genau da überrascht „Schakal“ den Hörer doch recht deutlich. Vor allem das Gitarrenspiel erinnert an die Stücke der Single „Alles Lüge“. „Schakal“ bekommt somit das Prädikat „sehr hörenswert“. „Vermächtnis der Sonne“ ist melodietechnisch vor allem am Anfang nicht sofort zu erkennen. Hier liegt beinahe ein neues Stück vor, was sich erst später als eben Dieses outet. Da merkt man, wie viel Ideen doch eigentlich in die Titel gesteckt worden. Ich möchte an dieser Stelle die Aufzählung und Kommentierung jedes einzelnen Tracks abbrechen. Ach ja, final gibt es noch die obligatorischen neuen Stücke zu hören – zum einen das elektronische „Sellador“ und schlussendlich das rockigere „Ohne dich ist alles nichts“. Auf der endgültigen Fassung, die mir zu diesem Zeitpunkt nicht vorlag, soll sich noch eine „Extended“ Fassung von „Copycat“ befinden.

Solche Zusammenstellungen sind immer so eine Sache. Die Entscheidung, ob man sie braucht oder nicht, muss jeder für sich selbst festlegen. Inhaltlich als auch klanglich bietet dieses Jubiläumspäckchen definitiv etwas fürs Geld. Aber eines ist dabei wichtig – es handelt sich „nur“ um eine Aneinanderreihung von Stücken – einen Bezug zu einander oder gar eine Story/ roten Faden haben sie nicht!

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