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LACUNA COIL - Shallow Life

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Artist LACUNA COIL
Title Shallow Life
Homepage LACUNA COIL
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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4.5/10 (2 Bewertungen)

Die wohl derzeit erfolgreichste italienische Metalband schippert mit ihrem sehnsüchtig erwarteten neuen Album „Shallow Life“ um die Ecke. Angeblich dem Wichtigsten ihrer Karriere, denn mit diesem Werk soll der endgültige Megadurchbruch angegangen werden. Die Zeichen stehen nicht schlecht, hat man mit der zuckersüßen Christina doch die perfekt zu vermarktende Frontdame am Mikro, der nach wie vor die etwas derbere Stimme von Andrea Ferro gleichberechtigt zur Seite steht.

Der Opener „Survive“ kommt noch mit etwas angezogener Handbremse aus den Speakern, das fluffig arrangierte „I won’t Tell You“ mit seinen leichten Elektronica-Anleihen und tanzbarem Beat ist die potenzielle Megahitsingle, die jedem Tempel volle Flächen bescheren wird. Dabei ist der Song auf Grund der recht harten Gitarren und einer gesunden Grundschnelligkeit noch rockig genug für die Metalfraktion. Ganz besonders fällt das noch weiter verfeinerte Songwriting beim folgenden „Not Enough“ auf, die Refrains fräsen sich ins Ohr und der Gesang von Andrea steht dem von Christina mittlerweile in nichts mehr nach. Die Gitarren krachen auch beim ebenfalls hittigen „I’m not afraid“ ordentlich modern-fett, die Produktion ist auf einen internationalen Frontalangriff ausgerichtet und das Aufrollen der weltweiten Charts ist mit „Shallow Life“ eine Leichtigkeit. Dazu passen auch die elektronischen Verfremdungen in Christinas Vocals, was „I like It“ schon fast in die Nähe von PINK und Konsorten rückt. Das mögen Sturköpfe als Anbiedern oder Frevel ansehen, für mich erweitert das nur den Sound der Band um eine weitere Facette, von denen es ja auch auf dem letzten Album „Karmacode“ schon genügend gab. Die man jetzt nur noch weiter verfeinert hat eben.

Gute-Laune-Mucke auf höchstem Niveau, die sich nachhaltig im Ohr festsetzt. Ein Hit jagt den Nächsten, da bildet das extrem loopig-modern riffende „Underdog“ keine Ausnahme. Die DEPECHE MODE-Affinität hat man auf dem letzten Werk ja mittels Coverversion untergejubelt bekommen, diesmal schreibt man mit „The Pain“ gleich mal einen eigenen DM-like Song. Und auch hier können LACUNA COIL bestehen! Alle Tracks bewegen sich zwischen 3 und 4 Minuten länge, was der Kompaktheit zu Gute kommt und die Songs auf den Punkt kommen lässt, bevor man mit irgendwelchen Spielereien langweilen muss. „Spellbound“ ist wieder ein typisch-knackiger Coil-Hit, da hat man sich mittlerweile einen unverwechselbaren Bandsound zugelegt, der aus dem Wust an austauschbaren GothicMetal-Kapellen herausragt! Ganz großes Tennis! Da reiht sich die Ballade „Wid Awake“ ein, mit der könnte man auch einiges an Airplay erhalten. Wie eigentlich mit fast jedem Track auf diesem bisher besten Album der Italiener. Das leicht schreddernde „The Maze“ dürfte LINKIN PARK-Fans begeistern, da hat man etwas arg hingeschielt beim Songwriting… Der abschließende Titeltrack lässt diese bisher reifste Leistung ruhig und atmosphärisch ausklingen.

Mit diesem geschlossenen Hit-Album dürfte sich der bisherige Status der Band locker ausbauen lassen!

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