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LADYHAWKE - Anxiety

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Artist LADYHAWKE
Title Anxiety
Homepage LADYHAWKE
Label UNIVERSAL
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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4.0/10 (3 Bewertungen)

Hinter LADYHAWKE verbirgt sich die 32-jährige Neuseeländerin Phillipa „Pip“ Brown, die 2008 mit ihrem selbstbetitelten Debüt insbesondere in ihrer Heimat und in Großbritannien für Furore sorgte. Damals wurde sie in einem Atemzug mit LITTLE BOOTS, LA ROUX und LADY GAGA genannt, war ein Teil der Synthie-Sounds-Girls-Welle und erreichte mit ihrem Erstling obere Charts-Ränge. Nach zwei Jahren auf Tour kehrte Pip, deren Künstlername LADYHAWKE auf die Rolle von Michelle Pfeiffer in dem gleichnamigen Film aus 1985 zurückgeht, ins Studio zurück und widmete sich der musikalischen Verarbeitung ihrer Ängste – „Anxiety“ heißt deshalb auch der zweite Silberling, der jetzt das Licht der Plattenläden erblickt hat.

Und aus dem Tastenmädel ist wieder die Gitarrenbraut geworden, die Miss Brown war, als sie noch in diversen Bands am Sechssaiter stand. Zwar sind die Synthies nicht aus dem Sound verschwunden, doch schon der Opener „Girl Like Me“ macht deutlich, dass sich Sound fetter, mit eingängigen Hooks und satten Beats, präsentiert. Auch „Sunday Drive“ geht unmittelbar in Ohr und Bein, während „Black White & Blue“ die wuseligen Vibes eines Psychedelic- bzw. Garagenrock-Prototypen aus dem Jahre 1966 mitbringt. „Vaccacine“ und „Vanity“ geben sich rhythmusbetont, schließlich begann sie ihren musikalischen Werdegang elfjährig als Percussionistin in der Blaskapelle der Kleinstadt, in der sie aufgewachsen ist. „Blue Eyes“ gefällt derweil mit massiven Gitarrensalven und einen prägnanten Refrain mit „Na-Na“-Gesängen, die ein wenig an Glam-Rock und JOAN JETT denken lassen. Wohlig grummelt ein tiefer gelegte Bass im Magen, während das eingängige „The Quick & The Dead“ aus den Boxen wabert, bevor beim Titeltrack „Anxiety“ ein Riff das nächste jagt. Bei „Cellophane“ geht’s stattdessen in emotionaler Slow Motion zur Sache – live zweifellos der Moment, in dem die Feuerzeuge und Handys gezückt werden dürfen, ehe „Gone Gone Gone“ auf der Zielgeraden ein letztes Mal auf den Dancefloor lädt.

Musik als Therapie – bei LADYHAWKE hat’s zumindest zu einem gelungenen Album geführt und wenn man den Infos glauben darf, die im Netz kursieren, hat die Neuseeländerin mit „Anxiety“ auch ihre Ängste in den Griff bekommen. Dafür hat sie auch so ziemlich alle Instrumente selbst eingespielt und einen toughen, selbstbewussten Longplayer abgeliefert, der Spaß macht.

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