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LAHANNYA - Scavenger (CD/ DVD)

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Artist LAHANNYA
Title Scavenger (CD/ DVD)
Homepage LAHANNYA
Label KABUKI/ AL!VE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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3.3/10 (4 Bewertungen)

LAHANNYA?… LAHANNYA? – „Hmm… habe ich doch schon irgendwo mal gehört…!“ – Und natürlich, die junge Britin, bekannt durch Kollaborationen u.a. mit SOMAN, XOTOX, ASP & COMBICHRIST dürfte Anhängern der schwarzen Szene gar nicht so fremd sein. Mit ihrer letzten EP „Welcome To The Underground“ hinterließ die „MELANIE C. der Gothic-Szene“ einen guten Eindruck. Sie legte – auch ohne fremde Hilfe – Hand an und zauberte eine Platte, mit der sie ein musikalisches Ausrufezeichen setzte. Warum ich LAHANNYA die „düstere MEL. C.“ nenne, ist ganz einfach erklärt – die Stimmen sind wirklich verblüffend ähnlich, so ähnlich, dass ich anfangs zweimal hinhören musste, ob in meinem Laufwerk alles mit rechten Dingen zugeht. Zu viel Offtopic – nun zur Platte…

Bei LAHANNYAs EP handelt es sich um eine CD-/ Live-DVD-Auskopplung, 4 der 6 Songs sind dementsprechend auch Live-Aufnahmen. Gestartet wird mit dem Titeltrack. Nach so viel elektronischer Musik fällt es mir schwer, mich sofort an den rockigen Sound zu gewöhnen, der sich fast durch das komplette Album zieht. Mit „Charades“ fällt sie dann allerdings zurück in das gewohnte synthetische Schema. Dieser Track ist meiner Meinung auch der beste, den die EP hergibt. Dort handelt es sich wie bei „No Tomorrow“, „Kill Me If You Can“ und „Silent Victim“ um Versionen, die in Essen aufgenommen wurden. Leider ist mir anfangs nicht aufgefallen, dass es sich um Bühnen-Aufnahmen handelt – erst als ein leises Klatschen gegen Ende der sterilen Songs durch meine Lautsprecher rauschte, war ich meiner Sache gewiss. Gegen die Qualität der Titel kann man grundsätzlich nichts sagen, allerdings war die Stimmung in Essen anscheinend recht lahm und ich werde auch gerade vom Hocker gerissen. Nach 27 Minuten mittelmäßiger Leistung nimmt die Platte ihr Ende… musikalisch gesehen war da jetzt einfach kein Highlight aufzufinden. Ich greife zur DVD – in der Hoffnung, dass die Britin mit der blauen Alienfrisur vielleicht meinen visuellen Sinnen gerecht wird. Die Scheibe entstand auf dem Metal Female Voices Fest 2009 und beinhaltet 9 – für LAHANNYA-Fans bereits bekannte – Stücke des Albums „Defiance“. Interessant aber nichts Atemberaubendes.

LAHANNYA wechselt mit ihrem neuen Output in ein für sie eher fremdes Genre. Es geht deutlich mehr in Richtung Metal/ Rock und weist viele Ähnlichkeiten mit WITHIN TEMPTATION auf… Einziger Unterschied mag da wohl nur die stimmliche Performance sein, die von LAHANNYA eben nur mittelprächtig ist. Besonders die Gitarrenriffs lassen mich immer wieder an die Niederländer denken. „Scavenger“ ist etwas für eingefleischte Fans und keine Kaufempfehlung für diejenigen, die in die Musik der Britin einsteigen möchten. Es ist eine nette Single und natürlich hörenswert, doch Musikprojekte mit bekannteren Namen der Szene sind einfach besser gelungen. Laut LAHANNYAs Homepage bringt sie noch diesen Herbst eine LP namens „Dystopia“ heraus und vielleicht kann sie mich damit ja mehr überzeugen.

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