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LAHANNYA - Welcome to the Underground

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Artist LAHANNYA
Title Welcome to the Underground
Homepage LAHANNYA
Label KABUKI
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.8/10 (5 Bewertungen)

Betrachtet man das Cover von LAHANNYAs neuer EP “Welcome to the Underground”, vermutet man anhand blauer Spacefrisur und Outfit stilistisch reinen Cyber-Electrosound. Jedoch wird man schon bei den ersten Klängen eines Besseren belehrt, denn hier geht es größtenteils rockig daher. Nach dem Debüt-Werk „Shotgun Reality“ legte das Quartett um Sängerin Lahannya schnell besagte EP mit 4 neuen Tracks und Reinterpretationen von ASP, SOMAN und XOTOX nach. Im Einzelnen gehören zur Band noch Lutz Demmler (UMBRA ET IMAGO) am Bass, Belle (KILLING MIRANDA, NOSFERATU) an den Drums und Chris Milden (DFD) an der Gitarre.

Das einleitende „Prologue“ ist ein Spoken Word Intro, welches eindringlich, kühl und ernst auf die Thematik der EP hinweist, nämlich dass für Andersdenkende und Individualisten zukünftig in dieser Gesellschaft kein Platz mehr sein wird. Im ersten richtigen Song „Inside the Machine“ dominiert wildes Gitarrengeschrammel. Lahannyas Stimme klingt anfangs betont kühl und monoton, was sich im Refrain umkehrt in eine melodiöse und gefühlvolle Haltung. „No Tomorrow“ ist tanzbarer, schlägt jedoch in die gleiche Kerbe wie der direkte Vorgänger. Wobei der Refrain durchaus eingängig ist, der Gesang aber nach der Hälfte des Songs ein wenig langweilt. Elektronische Beats und Gitarren erwarten uns auch in „Beneath the City“. Hier wirkt die Stimme etwas verzerrter bzw. härter. Der Titeltrack „Welcome to the Underground“ bleibt wahrscheinlich am besten in Erinnerung. Ein schönes, eingängiges Gothic-Rock-Stück mit netten Vocals und leichtem Industrial-Feeling. Im weiteren Verlauf beginnen die Remix-Versionen oben bereits genannter Künstler. Den Anfang macht ASP mit „Inside the Machine“. Große Unterschiede zum Original sind leider nicht zu erkennen. Rockig bleibt der Song und nur ein paar ASP-eigene Vocals und der Zusatz von ein paar harten Industrialparts erheben ihn in die Katgorie: clubtauglich. Der elektronische und beatlastige Twilight-Remix von „Welcome to the underground“ passt perfekt zum Look der Sängerin. XOTOX zaubern (erwartungsgemäß) ein Beatgewitter aus „Bleed for me“, dass man unwillkürlich zusammenzuckt. Das Original ist fast nicht wieder zu erkennen und auch SOMAN verwandelt nochmals den Track „Inside the Machine“ in einen fetten Club-Mix.

Das apokalyptische Werk mit Fantasy-Lyrics konnte bei mir keine wirkliche Begeisterung auslösen. Auch nicht als Support-Act auf der aktuellen ASP-Tour. LAHANNYAs Stimme nennt Widererkennungswert ihr Eigen, wird aber nicht dementsprechend eingesetzt. Der Funke wollte einfach nicht zünden und im Endeffekt besitzen die Remixe mehr Drive und Anziehungskraft als die Originale.

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