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LAKE OF TEARS - Illwill

VN:F [1.9.22_1171]
Artist LAKE OF TEARS
Title Illwill
Homepage LAKE OF TEARS
Label AFM RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (4 Bewertungen)

Was ist denn mit denen passiert??? Kannte man die Schweden LAKE OF TEARS dem Namen entsprechend von den ersten Scheiben her eher noch als doomig-düstere, leicht gothische Kapelle mit rudimentären Death Metal-Elementen, so wanderte man ab „Black Brick Road“ 2004 doch eher in alternativ-rockigen Gefilden. Und dann ballert der Opener („Floating in Darkness“) des 8. Albums „Illwill“ als schnellster Track der Bandgeschichte alles in Grund und Boden!

Geiles Teil, welches Fans aber erst mal was abverlangt. So aggressiv haben die Herren seit Ewigkeiten nicht mehr geklungen. Der Titeltrack ist zwar langsamer, aber nicht minder aggressiv. Bandkopf Daniel Brennare singt regelrecht angepisst. Auch „The Hating“ rauscht rasant riffend aus den Boxen, simpel aber effektiv. „U.N.S.A.N.E.“ kommt dem molltönenden Sound, den man von den Schweden kennt, dann recht nahe. Aber auch der Track ist recht fix, was dann auch die kurze Spielzeit von nur 36 Minuten bei 10 Tracks erklärt. Dürfte schwer von WASP inspiriert sein der Track, hört mal genau hin… In „House of the Setting Sun“ versprüht man dann mal den melancholischen und spärlich instrumentierten KATATONIA/ ANATHEMA-Sound, für den LAKE OF TEARS ja eigentlich bekannt sind. Ab hier halten dann auch vermehrt psychedelische und gothische Elemente Einzug, so dürfte „Behind the Green Door“ von THE MISSION/ THE CULT inspiriert worden sein. Aber auch das steht der Combo nach wie vor und auch hier komponiert man runde Songs, die gut ins Ohr laufen. Der Spagat zwischen den Genres klappt vorzüglich. Das punkige „Parasites“ fällt allerdings doch etwas weit aus dem Rahmen. „Out of Control“ und „Taste of Hell“ lassen nochmals die düster-rockige Seite raushängen, der Abschlusssong „Midnight Madness“ rifft dann eindeutig Black Metallisch und Daniel keift sich die Seele aus dem Leib!

Somit bietet „Illwill“ jede Menge Überraschungen, für mich nur positive! So aggressiv waren LAKE OF TEARS noch nie, so abwechslungsreich und packend auch noch nie! Begebt Euch auf ein vielfältige Reise mit den Nordländern, lohnt sich definitiv.

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