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LAKE OF TEARS - Moons and Mushrooms

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Artist LAKE OF TEARS
Title Moons and Mushrooms
Homepage LAKE OF TEARS
Label DOCKYARD 1
Leserbewertung
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7.0/10 (9 Bewertungen)

“I like to watch things
like to watch things grow
and to take things slow

I like to take the rain
with the starlight
and the moon on a cold night

Oh i’d like to see them stay

Like those days
when we must walk this world alone
As the purple sky turns grey
And the world grows colder”

Dieser lyrische Einblick in das Seelenleben des Dreiers Brennare/ Larsson/ Oudhuis (seit 1994 bekannt als LAKE OF TEARS, verstärkt durch Lead Gitarrist Sahlgren) sollte eigentlich jegliche Rezension ihres neuen, siebten Album „Moons and Mushrooms“ obsolet machen, so eindringlich und authentisch wird jegliche Inspiration der Schweden damit deutlich gemacht. Die 60er und 70er, experimentelle Zeiten im Zerrbild von Drogen, dröhnenden Riffs und gegensätzlichen Weltanschauungen, werden stets im Zentrum der Skandinaver stehen, die mittlerweile immer länger für ein neues Werk benötigen („Black Brick Road“ aus 2004 war ja bereits eine Art Comeback nach dem eher zwiespältigen „The Neonai“). Und auch wenn „der Himmel nun grau“ geworden ist über einer materiellen Welt voller Egoismus, so schreiten LOT unverändert voran, vielleicht lässt sich ja auf den titelgebenden Monden ein Stück freigeistiger Hippietum zurück erobern.

„Last Purple Sky“, Ursprung obiger Textpassagen, kann denn auch als Kernkomposition bezeichnet werden: Ein 70ies Brecher mit einem Schuss Gothic und schweren Riffs im Refrain. Verglichen mit ihrer Alltime Meisterlangrille „Forever Autumn“ ist der neue Silberling doch einen ganzen Tacken härter ausgefallen (Ausnahme: „Like a Leaf“), aber immer unverkennbar, alleine durch die eigenartig kehlige Stimme. Weitere Highlights: „Waiting Counting“ – poppig verspielt mit perlenden Keys, „Children of the Grey“ (da ist sie wieder die Farbe, die gar keine ist) wiederum schreitet im typischen Hoppelrhythmus mit Orgeln voran. Die Mischung aus Zerbrechlichkeit, Melancholie und schwerem Rock zwischen SABBATH und späteren TIAMAT/ CEMETARY zündet über weite Strecken formidabel.

Eine Art Nischenband werden LAKE OF TEARS immer bleiben, aber gerade die Kauzigkeit und die Erdverwachsenheit bieten ihren Fans einen festen Halt in unruhigen Zeiten. Die Welt mag grau geworden sein, doch dieses Album ist alles andere als farblos!

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