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LAMIA - La Máquina De Dios

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Artist LAMIA
Title La Máquina De Dios
Label BLACK RAIN
Leserbewertung
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3.8/10 (4 Bewertungen)

Der Begriff „Lamia“: Googelt man hiernach, stößt man auf Mythen, Schleiereulen, eine griechische Stadt und Hexensagen, bis man dann findet, was man sucht: Ein argentinisches Projekt, das sich an einer Kombination aus antiker Musik und elektronischen Beats versucht. 1994 rief Juan Andrés Celasco unter dem Namen NYX sein erstes Projekt auf den Plan, damals beschäftigte er sich noch mit Industrial und härterem Elektro in der Underground Szene von Buenos Aires, bis er 2001 zu neuen Ufern aufbrach und beschloss, sich nach anderen Aspekten in seiner Musik umzusehen. Schließlich entschied er sich, in Zukunft Altes mit Neuem zu koppeln – eine gute Entscheidung.

„La Máquina De Dios“ ist LAMIAs drittes Album und überzeugt gleichermaßen mit schnellen und langsamen Rhythmen, einer exzellenten Sopranstimme von Cecilia Marchesotti und dem seltener auftretenden – aber deshalb nicht zu verachtenden – Daniel Pomba als Tenor. Abgemischt, arrangiert sowie mit Synthie und Piano durchsetzt wird das Ganze von Multitalent Juan Andrés himself. LAMIA erinnern in ihrer musikalischen Orientierung stark an HELIUM VOLA, müssen sich aber sicherlich nicht hinter Ernst Horns Truppe verstecken. Man arbeitet mit ebenso eingängigen Melodien/ mitreißenden Takten wie auch das deutsche Äquivalent. Einige Stücke wären vielleicht sogar tanzflächentauglich (z.B. Nr. 6: „Cuncti Simus“), wären sie nicht so übermäßig lang. Nur einer der Zehn Titel endet unterhalb der 4 Minuten-Grenze, auch Kompositionen über 7, 8 und 9 Minuten finden sich auf diesem Silberling. Langweilig wird die Scheibe dadurch glücklicherweise nicht, für ausreichend Abwechslung sorgen Synthiesound, Dudelsack, klassisches Instrumentarium und Tempiwechsel, das alles gut aufeinander abgestimmt.

Für HELIUM VOLA-Fans und Freunde nicht zu wilder elektronischer Musik mit mittelalterlichen Aspekten dürften LAMIA eine wahre Wonne sein. Zum Reinhören empfehle ich den oben genannten Titel „Cuncti Simus“.

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