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LAMPS OF DELTA - Interregnum Express

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Artist LAMPS OF DELTA
Title Interregnum Express
Homepage LAMPS OF DELTA
Label POTTWALPLATTEN
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Erstaunlich! Wir bekommen es redaktionell oft mit denselben Vertrieben zu tun und im Falle The Finest Noise Promotion habe ich schon so einige Platteninfos gelesen, wo der/ die Interpreten mit FUGAZI verglichen wurden, was sich selten nachvollziehen ließ. Und jetzt passt es endlich mal: Gratulation! LAMPS OF DELTA aus der Schweiz machen herrlich komplexen Indie-Rock meets Post-Core, der sich vor den ganz Großen kaum bis gar nicht verstecken muss.
 
Mutig, mutig meine Herren… Erstens, weil sich mit den ganz Großen zu messen, oftmals in die Hose geht und zweitens, weil so etwas doch wieder kein Mensch kauft. Aber so muss „Interregnum Express“ wohl etwas mit Idealismus zu tun haben, mit Individualismus allemal. Dieses Debüt ist sicherlich kein seelenloser Klon bekannter Laut-Leise Krach-Kapellen geworden, so haben auch FUGAZI einstmals angefangen, bevor der Bandname zum Trademark wurde. Wenn es gut gemacht ist, funktioniert das Schema hervorragend, sonst gibt es wohl kaum etwas Langweiligeres. So ist es vor allem Martin Chramostas Gesang bzw. Gebrüll, der an Ian McKaye erinnert, denn die Gitarrenparts sind oftmals sehr viel brachialer und sägender, als wir es von FUGAZI-Alben gewohnt sind. Sobald es um einen „fetten“ Gitarrensound geht, drängt sich immer wieder ein Studio auf: Blubox. In dem Zusammenhang fallen immer wieder die Namen Kurt Ebelhäuser und Guido Lucas, die nun einmal wissen, wie eine Gitarre zu klingen hat. In dem Fall übernahm Letzterer den Part an den Reglern und zauberte den vier Eidgenossen den gewohnt dreckigen Sound, der schon BLACKMAIL oder SCUMBUCKET auszeichnete.
 
Jetzt wird LAMPS OF DELTA der große Durchbruch sicherlich verwehrt bleiben, aber Freunde zwingender Gitarren, die auch nicht vor ein paar zünftigen Hardcore-Shouts zurückschrecken und diese Mischung sogar noch mit dem guten, alten Rock’n’Roll unter einem Hut bekommen, können hier bedenkenlos zuschlagen. Ach was, müssen!

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