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LANA DEL REY - Honeymoon

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Artist LANA DEL REY
Title Honeymoon
Homepage LANA DEL REY
Label VERTIGO
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Mensch, kann denn Miss del Rey wirklich niemand zum Lachen bringen? Dabei ist die Gute doch im „Honeymoon“ und hat allen Grund zum Ausgelassen sein, denn ihr drittes Album in drei Jahren hat aus dem Stand Platz 4 der deutschen Charts geentert. Nach Dreifach-Platin für das 2012er Debüt „Born To Die“ und Gold für das letztjährige „Ultraviolence“ setzt die 30-jährige ihren Erfolgsweg konsequent fort.

Und der ist nun einmal ziemlich melancholisch. „Music noir“ nennt sich der Stil, den Elizabeth Woolridge Grant – besser bekannt als LANA DEL REY seit ihrem Karriere-Booster „Video Games“ bis zur Perfektion verfeinert hat. So präsentieren sich auch sämtliche 14 Tracks auf dem jüngsten Silberling ohne jeden Fehl und Tadel. Als Beispiel sei hier die Single-Auskopplung „High By The Beach“ genannt, die sphärisch-sanft beginnt und auf ätherische Weise Druck aufbaut. In ähnlicher Weise präsentieren sich auch der eröffnende Titeltrack „Honeymoon“ und das nachfolgende „Music To Watch Boys To“, während verhaltene Querflöten-Töne bei „Art Deco“ über einen coolen Downbeat huschen. Derweil wirkt die meistgestreamte Spotify-Musikerin auf dem geheimnisvollen „Religion“ fast schon sirenenhaft, bevor sie ihre Hörer mit dem opulent arrangierten „Salvatore“ ins Little Italy der Vierziger Jahre entführt. Erwähnt sei außerdem noch der seit 1977 millionenfach gespielte Latin-Party-Klassiker „Don’t Let Me Misunderstood“ von SANTA ESMERALDA, der von LANA DEL REY eine besinnlich-nachdenkliche Note eingehaucht bekommen hat.

Keine Frage, diese Lady ist die mysteriöse Königin der Langsamkeit. Auf „Honeymoon“ hat sie ihren filigranen Slow-Motion-Pop-Sound nochmals verfeinert und fügt Selbigem zarte Elemente von Torch-Songs, aus der HipHop-Ecke und dem Jazz-Fach hinzu. Keine Musik für rastlose Gemüter, aber der perfekte Soundtrack für graue Herbsttage, um dem Schlechtwetter-Blues den passenden Soundtrack zu verpassen.

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