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LARKIN POE - Blood Harmony

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Artist LARKIN POE
Title Blood Harmony
Homepage LARKIN POE
Label TRICKI-WOO RECORDS
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LARKIN POE ist die 2010 gegründete Roots-Rock-Band der beiden Schwestern Rebecca (* 30. Januar 1991) und Megan Lovell (* 12. Mai 1989), die aus Atlanta, Georgia stammen, inzwischen jedoch in Nashville, Tennessee leben. Die Lovells werden aufgrund ihres Musikstils, der sich an Southern Rock, Blues und Folk orientiert und durch den Gebrauch starker Gitarrenriffs und Slide-Gitarren auszeichnet, auch als die ‚kleinen Schwestern der ALLMAN BROTHERS‘ bezeichnet. Für ihr 2018er Album „Venom & Faith“ wurden LARKIN POE für den Grammy für das beste zeitgenössische Bluesalbum nominiert. Mit dem 2020er „Self Made Man“ schafften es die Musikerinnen erstmals auch in den deutschen Charts (#79), ihr sechster Studio-Streich „Blood Harmony“ hat zweifellos das Zeug, noch weitaus höher zu klettern.

An der Produktion der elf Songs waren nicht nur Megan (Harmoniegesang, Lap Steel & Resonatorgitarre) und Rebecca (Leadgesang, Gitarre & Tasten) beteiligt, sondern auch Rebeccas Mann, der texanische Musiker Tyler Bryant. Außerdem zogen die Mädels ihre langjährige Liveband hinzu, konkret den Schlagzeuger Kevin McGowan und den Bassisten Tarka Layman. Das Ergebnis kann sich hören lassen und strotzt nur so vor elektrisierender Energie! Angefangen beim coolen Opener „Deep Stays Down“, über das schwer scheppernde „Bad Spell“, das Rebecca als weibliche Antwort auf SCREAMIN‘ JAY HAWKINS‘ „I Put a Spell On You“ verstanden wissen möchte und das beschwingte „Georgia Off My Mind“, bei dem es sich quasi um ein Liebeslied für die Interstate 24 handelt, die Atlanta und Nashville verbindet – eine Strecke, die LARKIN POE tausende Male gefahren sind. „Strike Gold“ und „Southern Comfort“ schließen sich mit viel Drive an und auch das temperamentvolle „Bolt Cutters & The Family Name“ lässt nichts anbrennen. Der Titeltrack „Blood Harmony“ ist ein herrlicher Lobgesang auf die Familie und einen gewissen ungezügelten Geist, der seit Generationen bei den Lovells weitergegeben wird (btw: Namensgeber der Kapelle ist Larkin Poe, ein Ur-Ur-Ur-Großvater der Schwestern, der zugleich ein Cousin des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe war). „Kick The Blues“ folgt mit viel Schmackes, ehe „Might As Well Be Me“ leisere Bluestöne anschlägt. Dank „Summertime Sunset“ geht es erneut in die Vollen, um schließlich mit „Lips As Cold As Diamond“ melancholisch zu enden.

Roots Rock ist nicht unbedingt eine musikalische Spielart, die hierzulande massenkompatibel ist. Mit „Blood Harmony“ präsentieren LARKIN POE diesen Sound jedoch so überzeugend, dass man den Schwestern nur wünschen kann, dass die Qualität ihrer Lieder sich auch in den Verkaufszahlen ihrer Alben widerspiegelt.

 

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