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LAST DAYS OF S.E.X. - Great Irony and the Politically S.E.X.plosive

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Artist LAST DAYS OF S.E.X.
Title Great Irony and the Politically S.E.X.plosive
Homepage LAST DAYS OF S.E.X.
Label HANDS
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Ich sage immer ganz gerne, dass in meinem Kopf den ganzen Tag Industrial läuft, aber beim neuen Album von LAST DAYS OF S.E.X artet es diesmal schon fast zur Migräne aus. Spaß beiseite, die griechischen Krachmeister hauen wieder extrem auf die Kacke und machen damit genau das, was sie am besten können – Ich bin natürlich ein Fan jeder erdenklichen Art dieser Spielrichtung, aber manche Klänge oder Frequenzen sind für mich nur minder ertragbar, und bei den ersten beiden Songs wird mir diese Tatsache wieder schlagartig bewusst, so etwas habe ich schon seit Jahren nicht mehr erlebt.

LDOS verwenden auf jeden Fall wieder diese seltsam dumpfen Tieftöne, die einem das Gefühl eines verschlossenes Gehörs im Flugzeug verleihen, zum Glück wird das ab „Kronstadt 1921, Don’t forget them…“ erheblich besser um man kann sich dem Ritual Noise etwas besser hingeben, denn eigentlich sind die Jungs von großer Kreativität verwöhnt, man langweilt sich nie. Die grundsätzlichen Aspekte des Faktors „Lärm“ werden auch neu ergründet, mal mit mehr, mal mit weniger Willen zur Tanzbarkeit, die organisch pumpenden Klanggebilde lassen mich am liebsten die meiste Zeit ekstatisch zappeln. Große Experimente wagt man diesmal nicht, am Anfang ist noch ein Break Beat-Versuch zu erkennen, aber dann setzt man doch auf Altbewährtes bzw. es klingt sogar genusstauglicher als auf dem Vorgänger. Besonders gelungen möchte ich die Kombination aus verfremdeten Sounds und gängigen Arrangements hervorheben, die Mischung ist exzellent gelungen, um mit diesem im positiven Sinne „grenzwertigen“ Material anspruchsvolle und vergnügungssüchtige Personen zu erreichen.

Diese Eigenschaft ist aber natürlich auch gefährlich, da bekanntlich jeder seine eigenen Grenzen zieht, somit muss es jeder Hörer für sich selber entscheiden, wie weit er in die eine oder andere Richtung gehen möchte. Nach diesem gewaltigen Krachkosmos muss ich mich doch erst einmal mit einer SONAR CD wieder beruhigen…

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