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LAST INFLUENCE OF BRAIN - Illusions and Reality

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Artist LAST INFLUENCE OF BRAIN
Title Illusions and Reality
Homepage LAST INFLUENCE OF BRAIN
Label BLACK FLAMES RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.0/10 (2 Bewertungen)

Die slowakische Band THE LAST INFLUENCE OF BRAIN wurde Ende 1998 gegründet, bisher haben Solo, Bob und Blazena (die hauptamtlich bei SAMHAIN musizieren) eine Demo-CD („Revolution Countries Evolution“) sowie die EP „Escape“ herausgebracht. „Illusions and Reality“ ist nun ihre Debüt-CD, mit deren Veröffentlichung sie sich eins gewiss sein können: Ihr Album wird polarisieren. Die einen werden es nur als billige 1:1 MENTALLO & THE FIXER-Kopie ansehen, wer jedoch nicht nur auf Clubtauglichkeit wert legt und eben genannte Band nicht kennt, kann an diesem Silberling gefallen finden. Auch wenn man manchmal den Eindruck hat, dass allzu dreist bei den alten Klassikern geklaut wurde, sollte man dennoch nicht zu hart richten. Ist es nicht so, dass ein Großteil der derzeitigen Neuveröffentlichungen nur nach VNV NATION, FEINDFLUG, HOCICO oder SUICIDE COMMANDO klingt und dafür teilweise sogar noch überschwänglich abgefeiert wird?

„Illusions and Reality“ ist meiner Meinung nach ein ordentliches Debüt, welches allerdings sehr schwer zu konsumieren ist, da auf Tanzflächentauglichkeit fast gänzlich verzichtet wird, eine Ausnahme bildet der Bonustrack „Legacy“ (E.S.R. remix). LIOB legen eher ein Album vor, das sehr düster und soundtrackmäßig wirkt, ausgestattet mit einer kühlen Ästhetik und Atmosphäre. Der gnadenlos durch den Verzerrer gejagte Gesang tut ein übriges. „Illusions and Reality“ erzeugt ein bedrohliches Gefühl beim Hören, als wenn man seinen Weg in einer unwirklichen Welt finden müsste. Trotzdem lässt das Album eine Linie erkennen: Während der Opener „One“ noch rein instrumental und minimalistisch gehalten ist, werden die Songs von Track zu Track aufwändiger und komplexer. Vorläufiger Höhepunkt: „Dozen of Condemneds“, ein schwerer, Beklemmung erzeugender Track, mit nicht zu erwartenden Wendungen. Direkt danach folgt mit „Legacy“ ein völlig gegenteiliges, melancholisches Stück.

Zu den Schwachpunkten: Manchmal sind die Tracks zu überfrachtet, man schaltet ab. Eine weitere Auffälligkeit: Viele Tracks klingen gleich und sind nach demselben Muster aufgebaut: Instrumentaler Beginn, nach ca. einer Minute setzt Gesang ein, gestreute härtere Beats, dann wieder von sphärischen Momenten unterbrochen, zum Schluss ein wenig auseinanderfallend. LAST INFLUENCE OF BRAIN haben ihre Sache ordentlich gemacht, doch sie müssen noch daran arbeiten, die Songs nicht zu kompliziert zu stricken, damit man sich auch eine größere Fanschar erarbeiten kann, „Illusions and Reality“ ist eher Spartenprogramm.

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