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LAST LAMENT - Under Your Surface

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Artist LAST LAMENT
Title Under Your Surface
Homepage LAST LAMENT
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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1.0/10 (1 Bewertungen)

1998 als Trio gestartet, agieren Torsten Krause (Gitarren, Bässe, Programmierung, Musik) und Anne Pasold (Gesang, Gitarren, Texte, Musik) inzwischen zu zweit und blicken u.a. auf drei Langrillen zurück, von denen die letzte erst kürzlich das Presswerk verließ. Auf „Under Your Surface“ präsentieren die Berliner einen Mix aus Electro, Gothic-Rock und Pop, der von atmosphärischen Keyboardflächen, treibenden Sequenzerbässen und E-Gitarren sowie Annes klarer, kraftvoller Stimme geprägt ist.

Der Opener „A New Beginning“, der 2006 als erste Veröffentlichung nach dem Ausstieg des ehemaligen Sängers Andre tatsächlich so etwas wie ein Neuanfang gewesen sein dürfte, besteht aus drei Elementen. Dem stark elektronisch geprägten „Aphorism“, auf den ein eher liebliches „Restarting Life“ und ein düsteres „Break The Past“ folgen. Weiter geht es mit „The Breakout“: Hier dominieren bei „Scientific Mutilations“ peitschende Electrobeats, während „Vicious Circle“ mit verspielten Loops und verfremdeten Vocals aufwartet. „Everydays Life“ startet mit Klaviergeklimper, an das sich elektronische Drums und Midtempo-Gesang schmiegen. Die Vielseitigkeit ihrer Stimme beweist Frau Pasold beispielsweise bei „Partial Contentment“. Hier kommt sie besonders kühl rüber, was vom Achtziger-Computerpop-Sound noch unterstützt wird. Dem schließt sich „Your Plan“ mit treibenden Dance-Melodien an, um von „Kopfplan“ mit deutschsprachigen Lyrics abgelöst zu werden. Mit „Ending Legend“ läuten LAST LAMENT bereits „The End“ ein. Die Stimmung wird melancholischer und auch „Upstream And Beyond“ spielt mit schwermütigen Versatzstücken. Hinzu kommen elektronische Einsprengel und an ANNE CLARK erinnernder Sprechgesang, bevor ein Hiddentrack für ein ebenso gefühlvolles wie rockiges Ende sorgt.

„Under Your Surface“ macht den Eindruck eines Konzeptalbums. Hier soll offenbar eine komplexe Geschichte erzählt werden. Musikalisch bedeutet das viel Abwechslung, manchmal ein bisschen zu viel, denn der rote Faden gerät leicht aus dem Blickfeld, findet sich nach nochmaligem Hören aber bald wieder.

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