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LAST ONE DYING - The Hour of Lead

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Artist LAST ONE DYING
Title The Hour of Lead
Homepage LAST ONE DYING
Label GOOD OLD BOYS RECORDS
Leserbewertung
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8.0/10 (3 Bewertungen)

Seit nunmehr drei Jahren musizieren die fünf Herren von LAST ONE DYING zusammen und haben endlich ihr erstes Meisterwerk in Full Length Form auf Platte gepresst. Obwohl „Felle Klopper“ Bodo Stricker, der auch „Rhadamanthys“ (Totenrichter der griechischen Mythologie) genannt wird, bedingt durch seinen Zweitjob als Mann hinter der Schießbude bei CALLEJON ein Doppelleben führt, ist LAST ONE DYING weiterhin sein „Baby“ und daher packt er auf „The Hour of Lead“ auch die Double Bass Pedale aus und haut einige sehr fette Breaks und Blastbeats aus den Boxen.

Die Scheibe beginnt jedoch eher ruhig mit einer Nummer, die unspektakulärer Weise „Intro“ genannt wurde. Ich mein‘ okay, wohin sonst als an den Anfang an der Platte gehört ein Intro, aber ich hätte mir etwas Spektakuläreres gewünscht, wo sich doch sogar die Musiker allesamt Namen aus der griechischen Mythologie zugelegt haben. Sei’s drum! Das Entrée ist schön melodisch, ohne Zerre in den Gitarren, und führt den gespannten Hörer direkt zum Titeltrack der Platte „The Hour of Lead“. Schneidendes Riffing mit fetten Drumparts gepaart machen den Song schon zum Schmankerl, doch mit Einsatz des Gesangs seitens Jan „Hades“ Müller wird noch einmal eine Schüppe drauf gesetzt. Wer eine kleine Geschichtsexkursion braucht: Hades ist der Gott der Unterwelt und genau so fies wie der Name ist, fällt auch die Stimme des LOD Frontmannes aus. In einigen Gesangspassagen klingt der gute Herr dann ein wenig nach 80er Jahre Heavy Metal, was dem Ganzen dann auch noch einen Mitsing Charakter verleiht. So etwas wie ein Déja Vu, nur halt bezogen auf die Ohren, erlebt man beim Track Nummer fünf, „Annabel Lee“, das anfangs eine gewisse Ähnlichkeit zum Intro mit sich bringt. Man darf sich allerdings nicht davon täuschen lassen, denn beginnt man auch noch so ruhig, schwingt man den Hammer dann doch mit Nachdruck und metzelt so ziemlich alles nieder, was vor die Klinge springt. Ebenso fett geht „Hate me“ voran, für das man Mantas, ex-Klampfer der britischen Metal Legende VENOM, gewinnen konnte. Speed technisch ist die drei einhalb Minuten Nummer den anderen überlegen, doch mich persönlich haut „Far away“ mit schön einfachem Chorus, der dadurch aber mitsingbar ist, mehr vom Hocker. In etwas gedrosseltem Tempo haut man nochmal eine fette Mosh-Nummer, vielleicht sogar ein potentielles Wall of Death-Stück, heraus und lässt einfach keine Fragen offen.

Die fünf Herren von LAST ONE DYING haben mit „(The Netherworld Chronicles Part I) The Hour of Lead“ eine wirklich verdammt fette Platte erschaffen. Ich weiß auch nicht so recht, wo ich die 13 Songs einordnen soll. Vielleicht Metalcore, vielleicht aber auch einfach nur guter alter Metal. Ich persönlich bin überfragt, kann die Platte aber definitiv jedem nur wärmstens ans Herz legen, der gute Musik nicht verachtet. Man sollte die Kombo aus dem wunderschönen Rheinland unterstützen und das Ding ganz einfach einfach kaufen!

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