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LATENT ANXIETY - Reaction

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Artist LATENT ANXIETY
Title Reaction
Homepage LATENT ANXIETY
Label SAOL/ CMM
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Ich bin ja ein sehr toleranter und vielschichtiger Musikhörer. Da hat es mich zwar sehr überrascht aber nicht enttäuscht, als ich vorliegende CD in meinen Player legte. Techno? Beim Terrorverlag? Na warum nicht. Der 5.1 DTS Digital Surround Sound hämmerte jedenfalls schön aus den Boxen. Alles war gut… na ja, jedenfalls die ersten 32 Sekunden… bis eine weibliche Stimme „Party Time“ krähte, gefolgt von SCOOTER-mäßigem „Move it from your feet. Get the rhythm of the beat. (…)” So schlecht, dass man hoffen möchte, der Künstler versucht sich in Ironie. Der zweite Track „Dirty Baby“ überrascht wieder. Diesmal positiv, und das bis zum Ende, ein richtig guter Rocksong. Das war dann aber auch leider schon der Höhepunkt. Der Rest ist 80er-Jahre Kuschelrocksound, der gerne härter sein möchte, gepaart mit der weiblichen Stimme bei „Hardcore Vibes“ von DUNE und vielen halbherzigen, gitarrenlastigen Rocksongs, die immer wieder in andere Richtungen abschweifen wollen.

Das Label selbst bezeichnet das als „Multi-Genre-Projekt“. Aber ist jemand, der vielleicht musikalisch und technisch viel drauf hat (Ilja Rosendahl, die Person hinter LATENT ANXIETY, zeigt sich verantwortlich für Gesang, Gitarre, Programming, Recording und Produktion … einfach für alles) auch gleich ein Garant für gute Musik? LATENT ANXIETY zeigt eindrucksvoll, dass dem nicht so ist. Rosendahl scheint sich bei seiner Arbeit etwas zu überschätzen. Abgesehen von dem krassen Opener und Titel Numero 2 köchelt der Rest des Albums einen auf Dauer nervigen Einheitsbrei. Auch die hochgelobten Lyrics scheinen sich größtenteils auf zahlreiche Wiederholungen des Songtitels zu beschränken. Industrial? Gothic? New Wave? Keine Spur. Zum Glück hat das Album nur eine Spielzeit von etwa 40 Minuten.

Schade, das war das erste Album, dem neben der normalen CD noch eine weitere CD mit 5.1 DTS Digital Surround Sound beilag. Mit der entsprechenden Hardware dazu ein fantastisches Hörerlebnis… jedenfalls die ersten 32 Sekunden… ach ja, und nicht zu vergessen „Dirty Baby“. Danach kann man getreu dem Motto von Peter Lustig: „Einfach mal abschalten!“

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