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LATEXXX TEENS (LXT) - Moloko & UltraViolence

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Artist LATEXXX TEENS (LXT)
Title Moloko & UltraViolence
Homepage LATEXXX TEENS (LXT)
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Nach der 2004er Debüt-EP „Latex (De)Generation“ folgt nun der zweite Streich der Industrial Glam Punks aus Italien in der Tradition MARILYN MANSONs oder auch der WHITE ZOMBIEs. Die bösen Jungs haben sich 2003 in Rom zusammengefunden. Gitarrist Icy X war vorher unter dem Namen Krimloth bei der Black Metal Truppe DRACONIAN ORDER tätig, außerdem zählen zu den Gründungsmitgliedern Sänger Lex Kaos und Bassist Plastik Poison 69. Später gesellte sich noch La Nuit an der Gitarre zu den LATEXXX TEENS. Um Pseudonyme sind schwarze Stiefelkapellen ja nie verlegen, sie beispielsweise auch ENSOPH…

Anno 2006 fasst das Quartett sich mit dem aktuellen Silberling wieder recht kurz. Aber in der Kürze liegt ja bekanntlich die Würze und LXT verschwenden auch keine Zeit mit irgendwelchen Sperenzchen. „Genesis of Te(chn)ocrazy“ rockt gleich ordentlich los. Lex Kaos brüllt, was das Zeug hält, und die Gitarren stürmen nach vorn. Dabei kommt das Ganze sehr melodisch rüber, so dass der Sound gleich in Ohr und Bein kriecht. „Millennium Nightmare (United Shit of America)“ steht da in nichts zurück. Ganz klar geben bei LXT die harten Gitarrenriffs den Weg vor, auf der Bühne werden die LATEXXX TEENS zusätzlich an den Synths von DOPE STARS INC.-Member Grace Khold unterstützt. Wie so häufig haben auch diese Azzuros eine Vorliebe für die deutsche Sprache, die sie in „Maschine Zeit“ ausleben. Vermutlich liegt es am harten Klang unserer Muttersprache, die den Reiz ausmacht. „(S)aint (R)evolution” hat es weniger eilig, auch halten sich die Saiteninstrumente hier ein wenig zurück, das bedeutet aber nicht, dass mit weniger Nachdruck gearbeitet wurde. So geht “Viral Sublimination“ auch gleich wieder in die Vollen, feinster Industrial Rock ist das, was uns LXT da auftischen. Mit Requiem For A Dream“ (eine Anspielung auf den gleichnamigen Film?) erwartet uns auch schon das Ende von „Moloko & UltraViolence“.

Dass die Herren musikalisch schon am Ende sind, halte ich für eher unwahrscheinlich. Die sechs Songs strotzen vor Energie und machen durchgängig Spaß und Lust auf mehr. Nach Bekunden der Band ist „Moloko & UltraViolence“ ein Soundtrack für Massenmorde und das baldige Ende der Welt. Beides wollen wir doch mal nicht hoffen, stattdessen würde es mich freuen, noch mehr von diesem flotten Vierer zu hören.

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