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LAURA LÓPEZ CASTRO & DON PHILIPPE - Optativo

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Artist LAURA LÓPEZ CASTRO & DON PHILIPPE
Title Optativo
Homepage LAURA LÓPEZ CASTRO & DON PHILIPPE
Label NESOLA
Leserbewertung
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7.5/10 (2 Bewertungen)

LAURA LÓPEZ CASTRO ist eine in Deutschland geborene Sängerin, die gemeinsam mit dem deutsch-französischen Gitarristen DON PHILIPPE (der auch Schlagzeug, Ukulele, Synthesizer, Körbchen, Schellenring und Triangel auf der Platte spielt) ihr drittes Album „Optativo“ in die Plattenläden bringt.

Geprägt sind die zehn Songs, die in spanischer Sprache vorgetragen werden, von der südamerikanischen Musik der Fünfziger Jahre. Genauer gesagt von VICTOR JARA und ATAHUALPA YUPANQUI, die in Rio de Janeiro zu dieser Zeit einen Gegenentwurf zum amerikanischen Jazz entwickelten. Weitere Inspirationen fanden die beiden Protagonisten in der afrikanischen Dogon-Musik sowie bei NICK CAVE und Kim Gordon (SONIC YOUTH), weshalb „Optativo“ so etwas wie die Verbindung von Klassik und Jazz mit Indie-Anleihen geworden ist. Das Ganze auf einem sehr reduzierten Level, das die Texte mit ihrer verstörenden und eigensinnigen Poesie in den Mittelpunkt rücken soll. Des Spanischen nicht mächtig muss ich mich hier Presse-Infos verlassen, doch passt diese Aussage absolut zur Musik, die wie bei „Lo Que Tú Ves“ auch mal mit städtischen Hintergrundgeräuschen als Kulisse angereichert wird. Ihre Zerrissenheit zwischen der spanischen und deutschen Seele beschreibt LAURA LÓPEZ CASTRO mit „Mi Cansado Corazón Despierto“ und wird dabei ebenso wie bei „Noche Eterna“ vom Düsseldorfer Pianisten und Klangforscher HAUSCHKA unterstützt. Beim letztgenannten Song sorgt HAUSCHKAs präpariertes Klavier für kinematografische Dimensionen, während „Sin Miedo“ und „Farawla“ gesanglich von den in New York und San Francisco lebenden Sudanesinnen Alsarah und Nahid begleitet werden, die ebenfalls für ganz neue Einflüsse im Sound sorgen. Die gibt’s auch bei „Lo Que Tú Ves“ mitsamt Mandoline und Pedal-Steel und „Has De Saber“ mit einem Harmonicum-Arrangement zu hören, bevor „Leviatán“ mit E-Bass und Kontrabass für einen dunkel gefärbten Abschied aus dem Optativo-Kosmos sorgt.

Definitiv keine übliche Terror-Kost, aber vielleicht eine willkommene Abwechslung für unsere spanisch sprechende Leserschaft, die zudem auf reduzierte Klänge südamerikanischer Spielart stehen.

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