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LAURI - New World

VN:F [1.9.22_1171]
Artist LAURI
Title New World
Homepage LAURI
Label DYNASTY RECORDINGS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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4.0/10 (4 Bewertungen)

Ganz hartes Brot, das uns THE RASMUS-Frontröhre Lauri Ylönen hier in Form seines in der Heimat bereits länger erhältlichen Solo Debüts kredenzt – um es mit einem platten Wortspiel zu umschreiben: Hier muss der Herr ganz schön Federn lassen… Die Songs auf „New World“ wurden ursprünglich für die „Hauptband“ komponiert, ergaben dann aber im melancholischen Pop Rock-Kontext keinen Sinn. Ob sie dies in der jetzigen Form tun, ist doch zumindest zweifelhaft, lediglich beinharte Lauri-Fans dürften hier auf ihre Kosten kommen oder meinetwegen auch Anhänger von trashigem 80ies Electro Pop. Denn wer eventuell bei der rein elektronischen Instrumentierung an angeschwärzte Genrekost gedacht hat, wird schnell eines Schlechteren belehrt.

So klingen die flotteren Dance Tracks doch tatsächlich nach MODERN TALKING, insbesondere in den „hoch“ gesungenen Refrains von „Have a little mercy“ oder „In the city“. Holla, ist da der finnische Dieter Bohlen am Werk? Besonders kraftvoll war des Barden Stimme ja noch nie, aber wiedererkennswert und zumeist melancholisch. Wenn nun aber der Gitarren-Kontrast von billigen Plastik Beats abgelöst wird, kommt so etwas wie der hochnotpeinliche Schmachtfetzen „Hello“ heraus oder der überaus simple Opener, der sein Grundthema bis zur Apokalypse rotieren lässt. Besser da schon die Vorab Single „Heavy“, die ihrem Titel zwar nicht gerade zur Ehre gereicht, aber im Grunde ein typischer RASMUS-Song ist, nur eben stripped to the electronic bone. Hätte gut als Titelmelodie eines Schimanski-Tatortes funktioniert, schon irgendwie faszinierend. Richtig überzeugt lediglich „What are you waiting for?“, das tatsächlich einen gewissen Future Pop-Touch besitzt.

Mag sein, dass hier ganz neue Zielgruppen angepeilt werden oder sich mir ganz einfach der musikalische Genius nicht erschliesst, doch „New World“ klingt einfach nur billig, abgeschmackt und hoffnungslos uncharmant. Wie gut, dass schon neues RASMUS-Material angekündigt wird, das dürfte dann im Vergleich fast wie Black Metal klingen…

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