Band Filter

LAUT - Wasser

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Artist LAUT
Title Wasser
Homepage LAUT
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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9.8/10 (4 Bewertungen)

Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht. Will sagen: Gelegentlich bekommt man gar nicht mit, was für Bands in der eigenen Stadt aktiv sind. Für mich bedeutete dies, dass die Osnabrücker Formation LAUT ihre zweite EP „Wasser“ zunächst ans Terrorverlag-Headquarter in Gütersloh schicken mussten, bevor ich mir den Sechs-Tracker zu Gemüte führen konnte.

2007 aus der Kappelle FORTITUDE hervorgegangen, hat der Fünfer 2008 den ersten Mini-Silberling „Feuer“ veröffentlicht und für den deutschsprachigen Rock mit Stoner-Attitüde einige Lorbeeren sowie den Gewinn des „Rock-in-der-Region-Contests einfahren können. Ein Jahr später waren die Jungs erneut im Studio und liefern mit „Wasser“ ein halbes Dutzend neuer Songs ab, die erneut derbe nach vorn treiben. Angefangen beim Opener „Vater“, der es gitarrenorientiert krachen lässt, über das scheppernde „Jeder gegen jeden“ und einen „Sturm“, der sich langsam zusammenbraut, gehen LAUT mit einer Menge Druck zur Sache. Auch „Lass mich Deine Lügen hören“ macht da keine Ausnahme, ebenso wenig wie das etwas frickelige „Uferlos“, bei dem die Herrschaften um Fronter Roy van Dijk, der als einziger nicht bereits bei FORTITUDE mit von der Partie war, es erstmals ein wenig ruhiger angehen lassen. Es bleibt jedoch knackig und mit dem finalen „Duisburg“ kehrt das Quintett auch schon wieder zu rotzigen Riffs und Grooves zurück.

Roys Reibeisen-Stimme macht sich bestens zum energiegeladenen LAUT-Rock, den ein wenig Wüsten-Feeling umspielt. Für meinen Geschmack hätten diese Desert-Rock-Anteile noch ausgeprägter sein dürfen, aber auch so heben sich LAUT angenehm vom Deutsch-Rock-Allerlei ab.

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