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LAWN - Silver

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Artist LAWN
Title Silver
Homepage LAWN
Label MAKE MY DAY RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Heute habe ich das Vergnügen, euch eine kleine holländische Musikperle vorzustellen: Das dritte Album „Silver” der Indie-Alternative-Postrocker LAWN, die irgendwo im Norden der Niederlande zu Hause und zu fünft unterwegs sind. Was vor rund zehn Jahren als Stonerrock begann, hat sich im Laufe der Zeit zu einem Sound entwickelt, der irgendwo zwischen SOPHIA, DEUS und PLACEBO beheimatet ist.

Fangen wir also mit der ersten Singleauskopplung „Downstream“ an, die tatsächlich hinsichtlich der Gitarrenarbeit Erinnerungen an PLACEBO weckt, jedoch genug Eigenständigkeit mitbringt, um für sich stehen zu können. Auch „Yesteryear“ geht mit einer gewissen PLACEBO-Attitüde ins Ohr, zeigt aber schon nach ein paar Akkorden ein ganz eigenes Gesicht. Mit Sanctuary“ schlagen LAWN leisere Töne an, doch schon das folgende „Rear View“ bringt erneut rhythmusbetonten Drive ins Spiel. Deutlich grooviger und zum Ende hin auch lärmender ist „Silver Lining“ ausgefallen. Diesen Faden nimmt auch „Peace“ auf. Der Sound bleibt vielschichtig: Nach einem krachenden Start folgt eine ruhige Phase, die schließlich wieder in knackigen Gitarrenriffs mündet. Die Langäxte nehmen sich bei „The Sea“ nur zeitweise zurück und setzen emotionale Kontrapunkte zum Gesang, die den Track zu einem Highlight des Albums machen. Bleibt noch das gefühlvolle „A Random Thought“, bei dem auf Vocals verzichtet wird und stattdessen die Tasteninstrumente das Sagen haben, bevor im Hidden Track Geigen übernehmen.

„Silver“ ist wunderbar abwechslungsreich ausgefallen und wird auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig. Wer sich live einen Eindruck verschaffen will, hat ab Ende Mai einige Male auch in Deutschlang Gelegenheit LAWN zu sehen und zu hören. Für Indie-Postrocker auf jeden Fall ein echter Geheimtipp!

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