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LEÆTHER STRIP - Ængelmaker

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Artist LEÆTHER STRIP
Title Ængelmaker
Homepage LEÆTHER STRIP
Label ALFA MATRIX
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Ach wie schnell doch die Zeit vergeht, kaum sind 2 Monate ins Land gezogen, schon hat man wieder was Neues von Claus Larsen alias LEÆTHER STRIP auf dem Tisch. Zwar war das letzte Werk noch die Wiederauflage eines alten, vergriffenen Albums, aber die Produktionswut nimmt schon langsam skurile Auswüchse an. Mir liegt in diesem Fall sogar die 3er CD-Variante vor, somit habe ich ein „normales“ Doppelalbum und nun endlich wieder einmal eine „Yes, I am limited“ in der vierten Version.

Das Album kann ich relativ schnell beschreiben, denn es ist eher im Midtempo Bereich angesiedelt und blubbert ein wenig monoton vor sich hin, wobei Titellängen von durchschnittlich 6 Minuten eine Todeserklärung für die Tanzflächen bedeuten, besonders in dieser Langweiligkeit. Es gibt kleine Lichtblicke wie „Aenger“ mit seiner Aggressivität oder „Don’t dare on me“ voller Melancholie, das trotz seiner 9 Minuten nicht aus der Puste kommt…aber das war es schon. Die beiden Coverversionen von DEPECHE MODE reißen es auch nicht heraus. „Black Celebration“ ist gut gelungen, aber „Blasphemous rumours“ klingt über lange Strecken so schief und unausgegoren, dass man es wirklich nicht bis zum Ende ertragen kann. Somit haben wir einen perfekten Übergang zur „Yes, I am limited“, denn der erste Track ist auch eine Coverversion, in diesem Falle von HUMAN LEAGUEs „Don’t you want me“ und bei Claus’ Gesang stülpen sich meine Fußnägel nach oben. Soundtechnisch gefällt mir die Interpretation, die er zusammen mit UNTER NULL gemacht hat, aber zusammen mit den Vocals wird der Track zur Lachnummer, so schockiert war ich bei LEÆTHER STRIP noch nie, eine deprimierende Erfahrung. Zum Glück fängt die Scheibe ab „Law of Jante 09“ im Golem Mix an zu zünden, diese Version ist neu und erfrischend zugleich ausgefallen. „LoveHate“ ist wiederum ganz nett, aber die dann folgenden Kooperationen mit SUPREME COURT oder den TITANS reißen die Sache steil nach oben, denn es sind absolute EBM-Bretter entstanden, die Ihresgleichen suchen, besonders die TITANS machen einen schier einmalig fetten Sound! Die restlichen Titel tingeln irgendwo im Dickicht der kaum hervorzuhebenden „Mixe“ umher, innovativ ist was anderes. Ausgerechnet der allerletzte Track „Genetic Fucker“ ist endlich ein Song, den ich mir schon seit vielen Alben von LS gewünscht habe, kreativ und hart zugleich, man fühlt sich in „Object V“-Zeiten zurückversetzt, nur der Sound ist zeitgemäßer.

Ich weiß leider nicht, was in Claus gefahren ist, während er bei seinem Comeback mit „Suicide Bomber“ die Herzen höher schlagen ließ, ist er in der Zwischenzeit zur einer Massenabfertigungsstation für langweiligen EBM verkommen, es gibt auch gute Gründe, ab und zu einen Titel NICHT auf eine Veröffentlichung zu packen. Es war eine wahrlich deprimierende Erfahrung und „Genetic Fucker“ hat mich vor dem musikalischen Suizid gerettet, aber es ist schwer, einen CD-Kauf wegen eines Liedes zu empfehlen…

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